FADI FU – Die Hood bleibt leer
Der Rapper Fadi Fu lebt den Hiphop wie kein Zweiter. Jetzt hat er seine neue Single veröffentlicht: „Die Hood bleibt leer“. Ferdinand Führer und Roland van Oystern waren beim Videodreh dabei und berichten.

Fadi Fu und Alexa in Paris (bei Aichach)
Der Rapper Ferdinand Amadeus Federlin aka Fadi Fu steht am Tretbootverleih und unterrichtet den kroatischen Geschäftsführer: „Ich mach Rap, Fadi Fu. Ich kann dir Autogramm geben.“ „Gibsch mir beim nächsten Mal. Halbe Stunde wieder da sein. Nicht näher als 20 Meter ans Ufer. Wenn ihr stecken bleibt, ich sag’s euch, müsst ihr selber zahlen.“
Wir produzieren das Musikvideo zur exklusiven YouTube-Single „Die Hood bleibt leer“ (bei keinerlei sonstigen Streamingdiensten verfügbar).
Fadi Fu und Roland haben sich auf der Beerdigung von Rolands Opa kennenlernt. Fadi Fu war der einzige mit Bayernflagge und „I 🖤 Hiphop“-Mütze am Grab. „Ich mach Rap. Ich mach Rap-Karriere, Fadi Fu“, sagt Fadi Fu beim Leichenschmaus. „Ich soll Ulrichswerkstatt. Ich mach aber Rap.“ Fadi Fu hat keine Zeit und erst recht keinen Bock auf Werkstattknechtung. Roland fühlt sich sofort an sein eigenes Leben erinnert. „Ich muss Rap-Karriere machen“, sagt Fadi Fu. „Wie Bushido. Tonstudio. CD-Box, DVD-Box, Fan-Box.“ Roland denkt kurz nach. „Ich kenn einen, der kann aufnehmen.“
Zwei Wochen später sitzen Fadi Fu und sein neuer Manager im Zug nach Stuttgart auf dem Weg ins Tonstudio „Fieser Schwan“. Das ist das Tonstudio von Ferdinand Führer. Der damals noch junge Ferdinand Führer begrüßt die beiden mit coolen Handschlägen und nimmt „Ghettofaust“ auf. Das Video dazu wird in der sympathischen Kreisstadt Aichach aufgenommen. Aichach-Ecknach ist die Herkunft von Fadi Fu, „elfter elfter neunzehnhundertfünfundneunzehn, couchgeboren“. In Aichach kennen Fadi Fu alle. Dank seiner extrovertierten Art hat er sich längst einen Namen gemacht. „Weltberühmt in Aichach.“ Zehn Jahre später sitzen Fadi Fu und sein Manager wieder im Zug nach Stuttgart. Der ehemals junge Fadi-Fu-Produzent Ferdinand Führer nimmt ohne mit der Wimper zu zucken „Die Hood bleibt leer“ auf. Nach einem Tag ist der Song im Kasten. „Muss noch mehr aufnehmen“, sagt Fadi Fu. „Ich mach Rap, jetzt.“ Der Rapper zieht seinen prallgefüllten Zettelordner raus. „Hab noch hundert Texte und noch Ghettofaust 2.“ Aber Ferdinand Führer hat jetzt Feierabend. Was ist das für ein Fadi-Fu-Produzent, der nur alle zehn Jahre einen Track aufnehmen will?
Pfingstmontag 2026, Max-Eyth-See Stuttgart, Videodreh. „Das F steht für Ferdinand, das A steht für Amadeus, das D weil im Namen ein D vorkommt, glaub ich, das I einfach so, das F für Federlin und das U weiß ich jetzt nicht mehr.“ In Aichach bleibt heute die Hood leer, denn Fadi Fu ist auf Tour d’Amour. Im neuen Song kommen zwar Polizeisirenen und Ballergeräusche vor, aber eigentlich geht’s um Liebe. Denn bei der großen Sternstunden-Gala in Nürnberg hat Fadi Fu seine Herzdame gefunden: Alexa Bauer. Die hat ihm auch das ewige Flaggenmitschleppen ausgetrieben. Von Kindesbeinen an war Fadi Fu nie ohne seine Bayernflagge zu sehen – egal ob Beerdigung, Weihnachten oder Vorstellungsgespräch. Ohne die Flagge hat er jetzt 100 Prozent mehr Hand zur Verfügung.
Pfeilschnell jagt das Traumpaar im Motorboot über den beschaulichen See, gejagt von Kameramann und Musikvideo-Koryphäe Florian Kehbel. Denn mit keinem Geringeren wollte man sich für dieses Projekt zufriedengeben. Szenenwechsel: Hall of Fame Bad Cannstatt. Die Creme de la Creme der Stuttgarter Gangster-Mim*innen wartet schon. Gleich ist das Video fertig. Jetzt ist das Video fertig.
„Jetzt schon?“ Fadi Fu will noch hundert Videos mehr drehen. Aber Florian Kehbel hat Feierabend.
„Liebe gefällt mir besser als Ghettofaust“, sagt Alexa Bauer. „Ab jetzt nur noch Liebe.“
Text: Roland van Oystern und Ferdinand Fuehrer




