„Aus dem Raum, in dem man seine Seele offenlegt“
Es gab eine Zeit, in der man neue Musik noch im Radio entdeckte. Man hörte einen Song, wusste vielleicht nicht einmal, wie die Menschen dahinter aussahen, und trotzdem konnte innerhalb weniger Minuten etwas entstehen, das einen über Jahre begleiten würde. Die 80er-Jahre gelten nicht ohne Grund bis heute als eine besondere Ära der Popmusik: Radio, Fernsehen und später MTV eröffneten ganze musikalische Welten.
Auch Erasure kamen auf diesem Weg in mein Leben.
Ich hörte sie zunächst im Radio, bevor ich Andy Bell und Vince Clarke überhaupt visuell einordnen konnte. Später halfen Sky und Super Channel, danach MTV, von der Musik auch ein Bild zu machen. Der entscheidende Schritt vom begeisterten Hörer zum Konzertbesucher kam 1992: Zu meinem 18. Geburtstag bekam ich eine Eintrittskarte für Erasures Konzert im Budapester Kisstadion. Ich hatte damals keine Ahnung, wie weit mich diese eine Konzertkarte noch führen würde.











