Kolumne

Halbtote Hose

Die Hosen machen Schluss. Zumindest mit Alben. Es ist angeblich auch so ziemlich vorbei mit dem ganzen Rock, mit dem ganzen Männergegröle und dem mediokren Getexte vor dem Hintergrund von Penissen, Buddykultur, Rock am Ring und Bier. Na, hoffentlich. Sorry: Meinung. Empfindung. Es ist so sehr unerträglich, was die Mannen um Campino als letzten Akt in ihrem Punky-Flunky-Theater zum Besten geben, dass die gequälten und geknechteten Hörer:innen mit Restresilienz mittlerweile und endgültig wegknicken sollten wie Halme auf mecklenburgischen Dürrefeldern.
„Trink aus, wir müssen gehen.“
Ja, wann denn nun? Und warum dauernd dieses Austrinken?
Wegen halt immer schon Schnaps oder was?
Wegen saufen als restpunken?
Wegen Anbindung an die Arbeiterklasse in Eckkneipen?
Wegen alles so wie bei Papi?
Es ist so BRD. Dieses Album ist: Auto, Kotzen im Hotel, falsche Telefonnummern verteilen, aus Bock zweite Runde mit der Unterhose. Immer noch. Aber alles in politisch sensibel und erwachsen. Kurz mal relevante Themen aber dann doch wieder nicht.

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Der Kölner DJ und Produzent über sein sozialwissenschaftliches Studium, neoliberale Strukturen in der Clubkultur und die Befreiung vom Zwang zur Neuheit

Marcus Worgull: „Wer nicht „besonders“ ist, fällt hinten rüber“

In seiner wissenschaftlichen Arbeit über Andreas Reckwitz’ Begriffe der Singularisierung und Valorisierung untersucht Worgull, wie DJs von einer einst bewusst gesuchten und gepflegten Anonymität im Nebel und Strobolicht zu kulturell aufgeladenen Hauptprotagonist:innen wurden, gespiegelt in einer von sozialen Medien geprägten Selbstinszenierung…

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Eigentlich überall

Der Schmerz ist groß – Unsane live

"Eigentlich überall", die schönste Live-Kolumne der westlichen Welt, sendet wieder. Nehmt teil am …

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„A Year Without Summer“ beim asphalt Festival 2026

Nach dem Schock – Florentina Holzinger in Düsseldorf

Das Erstaunliche an „A Year Without Summer“ ist, dass hinter dem vertrauten Holziger-Arsenal ein…

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Record of the Week

James Ellis Ford “Lost In Another World”

„Lost In Another World“ ist ein Album, das auf einnehmende Weise das heilsame Potenzial der Mus…

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Boykott und Sportschau

„Sie sind immer noch Juden“ – Wie BDS den Radsport vereinnahmt

In unserer Print-Ausgabe wie auch online beim kaput-mag veröffentlichten wir im Frühjahr eine Repo…

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Diana Ezerex im Interview über ihre Erfahrungen mit dem Transatlantic Stars Music Program

Diana Ezerex „Ich hatte schon das Gefühl, in erster Linie als Künstlerin da zu sein und nicht als kulturelle Botschafterin“

"Ich merke, seit ich meine eigene Musik und die anderer Künstler:innen produziere, wie ich mich neu…

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asphalt Festival 2026 – Festivalrede

Sasha Marianna Salzmann: „Es sind Künstler*innen, die dafür sorgen, dass die Namen jener bleiben, die aus den gängigen Narrativen entfernt werden.“

„Was ist die Rolle der Kunst in Kriegszeiten? Hat sie eine? Und gibt es überhaupt einen angemesse…

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