Eine Kolumne

Auf 1 Buch und 1 Kaffee mit Loobie Lofi – feat. Sargnagel, Highsmith, McCullers

2. April 2026,

Indie-Nerds der Welt unite! Mit Loobie Lofi ist der Erretter hinabgestiegen – vielleicht nicht aus dem Himmel, aber auf jeden Fall aus seiner bis zum letzten Winkel mit Bücher, Platten, Kassetten, Comics etc. gefüllten Dachwohnung. Mit dabei hat er hier immer drei Bücher für uns, Kaffee und ein paar Assoziationen und Querverweise. Lasst euch inspirieren. Hebt eure eigenen Schätze oder findet ganz neue.

Patricia Highsmith „Der talentierte Mr.Ripley“ (erschienen 1955) 

Wann kennen gelernt: Mitte der Neunziger Jahre.
Warum wiederentdeckt: Kai Schwinds „Bobcast“ Erwähnung der neuen Serie… wobei mich die fünf Ripley Bücher eigentlich immer irgendwie begleitet haben.
Worum geht’s: Tom Ripley ’s schwer zu lesender, faszinierender, gleichzeitig abstoßender und anziehender Charakter.
Assoziationen zur Autorin: Katzenfreundin, Whiskey in Wohnzimmern, eine Lieblingsautorin mit Anfang 20.
Kaffee/Getränke: Rei-chi Pilzkaffee mit Kokosflavour und Vanille Sojamilch. Eingenommen zuhause. Träumchen!
Buchzitat: „Ich dachte immer, es wäre besser, ein falsches jemand zu sein, als ein echtes niemand“
Song that comes to my mind: Caterina Valente „Sag mir quando (quando, quando)“
Interessant: Patricica Highsmith lebte den größten Teil ihres Lebens in Europa

 

 

Stefanie Sargnagel „Opernball“ (erschienen 2026)

Wann auf Stefanie Sargnagel aufmerksam geworden: Mitte/Ende 2010er
Wo darauf gestoßen: Lieblingsbuchhandlung Stephanus Karlsruhe
Worum geht’s: Wiener Opernball, Großkopferten Filetierung, ein Abend in der Vorhölle.
Assoziationen zur Autorin: Christiane Rösinger, wunderbar bitterbös, Baby, Wien, Kottan, Braunschlag.
Kaffee/Getränke: Flat White (gut), hausgemachte Maracuja Limo (exzellent), Cafe Luuc Weststadt Karlsruhe.
Buchzitat: „Schirch, schirch, schirch, schirch, schirch…“
Songs that comes to my mind: Falco „Wiener Blut“, Lassie Singers „Es ist so schade“
Fun Fact: Stefanie Sargnagel hat bei Zeichner und Autor Tex Rubinowitz einst ein Seminar belegt

 

 

 

Carson McCullers „Das Herz ist ein einsamer Jäger“ (erschienen 1940)

Wann kennen gelernt: Frühe 2000er
Warum wiederentdeckt: Benedict Wells spricht im Hörbuch „Die Geschichten in uns – Vom Schreiben und vom Leben“ ganz begeistert von ihr.
Assoziationen zur Autorin: Wunderkind, lebensecht, zeitlos, 1940 bei Veröffentlichung von „The Heart Is A Lonely Hunter“ erst 23 Jahre alt gewesen.
Worum geht’s: Außenseiter im Staate Georgia in den späten 30ern und deren individuelle, nicht an Konventionen haltende Art der Lebensgestaltung.
Kaffee: Flat White (perfekt wie auch das Croissant), Frankfurt Nordend Plaudertasse… extrem gemütlich.
Buchzitat: „Ihr sollt das Fleisch der Mächtigen essen und das Blut der Fürsten dieser Erde trinken“
Song that comes to mind: Tocotronic „Ich hab 23 Jahre mit mir verbracht“, Die Bienenjäger „Das Herz eines einsamen Jägers“
Interessant: Tennessee Williams lässt sich zitieren „Ich habe in Carsen McCullers eine solche Dichte, eine so edle Geisteshaltung vorgefunden, wie es sie seit Hermann Melville in unserer Prosa nicht gegeben hat“.

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