#prädikatkput – Die Gewinner:innen des VIA 2026

#prädikatkaput – And the Winners are: VUT Indie Awards ‚VIA‘ – am 17. September 2026 im Hamburger Schmidts Tivoli (Foto: Stefan Wieland)
Während die Musikindustrie sich gern in Marktanteilen, Reichweiten und anderen Zahlenfriedhöfen vermisst, verteilt der VUT lieber Preise an Menschen, die mit solchen Kategorien nur bedingt etwas anfangen können. Zum 14. Mal wurden beim Reeperbahn Festival die VIA – VUT Indie Awards verliehen: sieben Auszeichnungen für Künstler:innen, Labels, Projekte und Geschäftsmodelle, deren Relevanz sich nicht primär aus kommerziellem Erfolg ableitet.
Beste Newcomer ist Charlotte Colace. Die Auszeichnung geht an eine Künstlerin, deren eigenwillige musikalische Sprache noch für viele Überraschungen gut sein wird.
Als Bester Act wurde Enji ausgezeichnet. Die mongolische Sängerin und Musikerin verbindet in ihrem Songwriting Jazz und Folk Einflüsse mit geradezu idiosynkratischer. Intimität.
Das Beste Album kommt von Ozan Ata Canani: „Die Demokratie“. Ein Titel, an dem man sich in diesen Tagen festhalten will; zumal bei Canani Teil einer jahrzehntelang zwischen Anatolien, Deutschland, Migration und Pop verhandelten musikalischen Geschichte.
Bestes Label ist Bretford Records, home of Philipp Gropper, Narkose und Cosey Mueller.
Das Beste Experiment kommt von Disturbed Ground, das gemeinschaftliche, multidisziplinäre Kunstprojekt des Kiewer Kollektivs ∄ und des Berliner CTM Festivals, das auf die ökologischen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine reagiert.
Als Best New Music Business wurde Open Ground ausgezeichnet, den neuen Lieblingsclub der ganzen Welt. Und das zu Recht.
Der Sonderpreis geht an Bis Aufs Messer Records. Ein verdienter Wink in Richtung einer Plattenladen- und Labelkultur.







