Thank Me Later – Playlist

Thank Me Later w/ Golf

Golf (Photo: Elena Daria)

Exzellente Kritiken und ein aufgeregtes Rauschen im Blätterwald der Fachpresse sind der feuchte Traum einer jeden Newcomer-Band; auf der Welle des ersten Hypes lässt es sich eine ganze Weile gemütlich Richtung Fame surfen. Wer hier einfach schulterzuckend vom Brett steigt muss wirklich Mut haben. Oder sich seiner Sache sehr sicher sein.

Die Funkstille war zwar nicht ganz so lang wie aktuell gern geschrieben wird (im Januar 2019 gab es mit dem bis dato unveröffentlichten „Italien ’97“ zumindest ein kleines Lebenszeichen), aber das hochgelobte Debüt „Playa Holz“ feierte im Mai tatsächlich bereits den 4. Geburtstag – im heutigen Musikbusiness eine Ewigkeit. „Wir sind die Band, die sich die Zeit nimmt die andere sich nicht nehmen“ sagen Golf über ihr ganz eigenes Verhältnis zu Raum und Zeit. Jeder Einwand verhallt irgendwo im Nirwana, zusammen mit dem letzten Delay. Recht haben sie.

Das Quartett wird noch immer als Kölner Exportschlager geführt, dabei sind die Mitglieder längst übers Land verstreut: Köln, Essen, Wuppertal und München heißen die Stationen Geschadet hat die räumliche Trennung dem Kollektiv offenbar nicht, der Sound wirkt so rund wie gewohnt.

„</3“ heißt der neue Song und macht zusammen mit dem Bandnamen jeden Google-Alptraum komplett – möglicherweise ein Grund, warum er auch unter dem Titel „Angst vor der Liebe“ zu finden ist. Mit entspanntem Funk und smartem Text weckt er schnell Lust auf mehr. Erfreulich also, dass dem Appetizer bald eine ganze EP folgen wird: „Rave on“ erscheint am 25.9. auf Staatsakt, der neuen Label-Heimat von Golf.

Im Hause Kaput war die Freude über die Rückkehr so groß, dass wir gleich um eine Golf-Edition für unsere kleine Playlistsammlung baten. Wir wurden reich belohnt: LCD Soundsystem, King Krule, DJ Koze, Leonard Cohen, Talking Heads, Suicide, Fotos, Coma, Sparkling, Nick Cave, Hildegard Knef, Grauzone – knapp 4 Stunden Hits aus dem Golf-Kosmos:

Golf (Photo: Elena Daria)

„Jedes Bandmitglied packt 10 Songs rein, das war die Idee. Alles Stücke die wir gerne nochmal zum ersten Mal hören würden. Ein paar Mega-Banger (Jenny from the Block), ein paar Geheimtipps (I Don’t Want Nobody), ein paar Freunde (Coma, Fotos, Stabil Elite), Musik von früher (Grauzone), Musik von jetzt (Heartbreakerei). Unsere Einflüsse und unsere Guilty Pleasures. Es wurden ein paar Songs mehr, weil es unendlich viel gute Musik gibt, eigentlich bräuchte man keine neue mehr machen, aber macht nunmal echten Spaß und was besseres außer Lieder schreiben und aufnehmen fällt uns nicht ein. Wenn ein paar Leute hier was für sich neu entdecken sind wir happy. Auch von uns kannte nicht Jeder alles, Forest Nativity zum Beispiel hat unser Drummer ‘Samba’ reingepackt. Was für ein Geiles Ding! Dazu gehen wir jetzt erstmal im Dunkeln duschen.“

Mit diesem Kopfkino verabschieden wir euch ins Wochenende – nicht ohne auch noch auf das Update unserer Neuvorstellungen hinzuweisen: Billie Eilish, Foals, Pauls Jets, Phoebe Green, Angel Olsen – und Golf. Viel Vergnügen!

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