Interview

Hands-on: Ignaz Schick

Ignaz Schick (Photo: Cristina Marx)

 

Zwischen Turntables, Field Recordings und Klangkunst entwickelt Ignaz Schick Arbeiten, die konsequent enge Sound Paradigmen negieren. Dementsprechend geht es im Gespräch mit Kaput – Magazin für Insolvenz & Pop neben den für ihn prägenden Musikerlebnissen um den Reiz analoger Materialien und das produktive Spiel mit Zufall und Kontrollverlust jenseits von limitierenden Genregrenzen und eindimensionalen Soundentwürfen. Beim diesjährigen Blaues Rauschen Festival bringt Schick sein Projekt „ROTARY PERCEPTIONS“ am 10. Juni nach Essen – ein intensives Plädoyer für den Plattenspieler als Instrument.

Ignaz, wir haben uns knapp verpasst in der Kulturakademie Tarabya des Goethe-Instituts, wo du aktuell Stipendiat für einen Monat bist. Inwiefern beeinflusst so ein kurzfristiger Ortswechsel deine Arbeit?

Ignaz Schick: Es ist ja nicht mein erster Aufenthalt in Istanbul, deswegen sind die Eindrücke der Stadt nicht mehr so neu wie bei meiner ersten Residenz hier in 2018. Es ist vor allem die Konzentration in Form mangelnder Ablenkung und der leere Raum, welcher mich sehr fokussiert arbeiten lässt.
Bist du mit einem ganz konkreten Projektanliegen nach Istanbul gereist?

Ich bin vor allem am Komponieren und Querflöte üben, sammle aber auch wieder Field Recordings und fotografische Snapshots in der Stadt. Mein Projekt („Istanbul Diaries“) ist eigentlich letztes Jahr zum Abschluss gekommen, da es aber zum Sommerfest der Kulturakademie Tarabya des Goethe-Instituts vor Ort noch einmal eine rein installative Version geben wird, sammle ich jetzt ergänzendes Material, schließe Lücken und erweitere den Pool an Footage. Das komplette Material wird dann durch ein Zufallspatch in einer Vierkanal-Audio- und Zweikanal-Video-Installation ausgespielt. So ergibt sich ein ständig permutierender Sound- und Bildstream, der den Klang der Stadt ganz gut einfängt.

Du sammelst deine Aktivitäten auf einer Plattform namens Network of Zangi Music. Was versteckt sich hinter dem chinesisch-mystisch anmutenden Begriff?

Zangi Music ist meine Produktionsplattform, unter der alle Aktivitäten gebündelt werden. Man könnte auch Ignaz Musik sagen. Das sind die Festivals, die ich immer wieder kuratiere, die internationalen Tourneen mit unterschiedlichen Bandprojekten und Kollaborationen, aber auch Ausstellungen sowie das Label Zarek und die Edition Zangi, welche meinen Output dokumentieren.

Auf der Website gibt es auch eine Subseite namens „Friends & Neighbours“, auf der du auf eine Vielzahl an Künstler:innen-, Festival-/Venue-, Media-Seiten verlinkst. Ich nehme mal an, dass es sich dabei um Leute und Institutionen handelt, mit denen du schon einmal kooperiert hast, richtig?

Die Webseite ist ziemlich veraltet, ich pflege sie viel zu wenig. Aber ja, das sind Kolleg:innen, mit vielen habe ich gearbeitet, oder es sind auch einfach nur geschätzte Institutionen und Initiativen.

Ich lese die Auflistung aber auch als Zeichen dafür, dass dir die Vernetzung und somit die Einbindung deiner Kunst in einen größeren sozial-kulturellen Kontext wichtig ist. Würdest du mir hier zustimmen?

Absolut!

Ignaz Schick (Photo: Cristina Marx)

Was mich zu deiner Biographie bringt. Kannst du festmachen, wann sich dein Interesse an Klangkunst entwickelt hat? Was waren deine ersten nachhaltigen Musikbegegnungen?

Da war erst einmal die Musik vor der Klangkunst, Free Jazz, um genau zu sein, und zwar, als ich das erste Mal Don Cherry live gehört habe, 1984 beim Jazzfestival in Saalfelden. Ich hatte ihn kurz vor seinem Set kennengelernt, weil wir zusammen auf der Bühne getanzt haben. Er hat mich quasi vor den Veranstaltern geschützt und meine Präsenz legitimiert, da die mich eigentlich von der Bühne haben wollten. Als er dazu kam, war es für die Festivalmacher okay. Er war ja der Star des Festivals. Bei meinen darauffolgenden Recherchen zu avancierter Musik bin ich dann auch schnell auf Komponisten wie John Cage, Karlheinz Stockhausen oder Mauricio Kagel gestoßen. Das war dann genauso spannend wie Don Cherry, Ornette Coleman oder Sun Ra.

Gibt es einen Moment, den du mit der Entscheidung selbst Musik zu machen, verbindest?

Genau dieser Moment, als Don Cherry mit Jim Pepper und Colin Walcott diese sehr lebendige Musik spielte. Aber auch, wie er als Mensch war, einen 11jährigen genauso ernst zu nehmen wie seine musikalischen Kollegen. Er war schon ein ganz besonderer Charakter, und ich wollte sofort Teil dieser Community werden. Ich bin auf einem Biobauernhof groß geworden und war in der Schule eher ein Außenseiter. Mit Don Cherry traf ich plötzlich auf eine Gruppe von Menschen, die anders waren als der niederbayerische Mainstream, extrem kreativ und sehr inklusiv. Ich bin dann tief eingetaucht in die Geschichte des Free Jazz, aber auch in die Neue Musik und den Avant Rock … Ich fing ein halbes Jahr nach dieser wegweisenden Begegnung an, Saxophon zu lernen. Bei einem Familienfreund (der mich eben auch mit nach Saalfelden genommen hatte) arbeitete ich mich durch die komplette Plattensammlung. Die war sehr umfangreich und avanciert, und es gab im ehemaligen Kuhstall ein Tonstudio mit Mehrspurequipment und einer Instrumentensammlung. Hier konnte ich meine ersten Tonbandstücke realisieren und mit Klängen experimentieren.

Was muss ein Sound in sich tragen, dass er dein Interesse nachhaltig gewinnt?

Da unterscheide ich jetzt mal kurz zwischen Musiker:innen und Material. Bei Musiker:innen interessiert mich der persönliche, individuelle Klang. Don Cherry erkennst du nach der ersten Note, Ornette Coleman auch. Coltrane, Dolphy, sie alle haben einen unverwechselbaren Sound. Das ist für mich das Ziel, auf dem Saxophon, aber auch in der Live-Elektronik.

Wenn es um Material geht, so ist das komplett kontextbezogen. Ich wähle die Sounds je nachdem, was für Musik gespielt wird (Noise, Free Jazz, Lowercase, Ambient etc.) und auch, mit welchen Instrumenten und Charakteren ich zusammen spielen werde. Das können Sound-Effect-Platten sein, oft auch elektronische/elektroakustische Neue Musik oder Soloinstrumentalaufnahmen (Schlagzeug solo, Kontrabass solo, Stimme solo etc). Hier interessieren mich sehr oft Extended Techniques. Der Sound muss für mich manipulierbar sein, sodass ich ihn durch verschiedene Techniken (rückwärts abspielen, Geschwindigkeit variieren und somit Pitch Changes erzeugen etc.) verändern kann. Dann gibt es Materialkategorien wie perkussive Klänge oder Drones, die jeweils in unterschiedlichen Situationen funktionieren. Wenig brauchbar für mich ist Muzak, Popmusik, beat-orientierte Songs, das ist oft zu dicht oder einfach nur langweilig und wenig manipulierbar.

Ignaz Schick (Photo: Cristina Marx)

Bewegt man sich durch den Katalog deiner Aktivitäten und Veröffentlichungen auf der Website, so fällt schnell deine stilistische Offenheit auf. Speist sich dieses enge Genregrenzen negierende Verhalten primär aus dir selbst heraus oder spielen die vielen Kollaborationen, die du eingehst, dabei auch eine große Rolle? Also insofern, dass dich vor allem der Diskurs mit anderen Künstler:innen in Soundregionen und zu Arbeitsweisen führt, die dir sonst nicht so natürlich begegnet wären?

Grundsätzlich bin ich ein sehr neugieriger Mensch und ich versuche mir eine große Offenheit zu bewahren. Und ich lasse mich gerne einladen von Kolleg:innen, mich in neues Terrain zu bewegen. Vielleicht habe ich das auch von Don Cherry, er hatte stilistisch keine Scheuklappen. Ich mag es, Neues zu lernen, auch fange ich an mich zu langweilen, wenn ich immer nur eine Sache mache. Es gab eine Zeit in der Berliner Improvisationsszene, da wurde sehr reduziert gespielt. Ich fand das eine Weile interessant, weil man formal und materialspezifisch sehr radikal forschen konnte. Doch dann wurde es für mich zu einer Masche, ich habe es nicht mehr ertragen und bin ausgebrochen, es gibt einfach zu viele interessante Ansätze und mögliche Musiken. Ich mag den Kontrast.

Du arbeitest schon seit langer Zeit immer wieder mit Schallplattenspielern als Medium und Schallplatten als Objekt. Was reizt dich an Vinyl als Medium?

Es ist für mich die Physikalität des Mediums und das Haptische. Ich habe ja auch mal eine Zeit lang frühe Hardware-Sampler und Computer gespielt, aber mir fehlte hierbei der Hands-on-Moment, direkt in das Material eingreifen zu können. Bei Plattenspielern ist es einfach wunderbar, so direkt eingreifen zu können, jede kleine Geste hat sofort unmittelbare Auswirkungen auf das, was wir hören. Ich leide zwar unter dem Gewicht, das ich mit mir herumschleppe, aber belohnt werde ich dann immer durch diese lebendige Interaktion mit dem Material und dem Instrument.

Beim Blaues Rauschen Festival bringst du dein Projekt „ROTARY PERCEPTIONS for turntables“ auf die Bühne. Ausgangspunkt ist deine Sammlung von rund hundert Schallplatten mit abstraktem Klangmaterial. Daraus entstehen improvisierte DJ-Sets, in denen das Vokabular von Vinyl und Plattenspieler bis an seine Grenzen ausgereizt wird. Glitches, Krach und unerwartete Zufallsgeräusche entstehen, Platten werden zerbrochen und neu zusammengesetzt, Abläufe verschieben sich permanent. Du knüpfst damit an experimentelle Schallplattenpraktiken des 20. Jahrhunderts an und führst sie in eine heutige improvisatorische Turntable-Kultur über. Der Plattenspieler erscheint nicht mehr als reines Wiedergabegerät, sondern als Instrument mit eigener klanglicher Logik, dessen mechanische Prozesse aktiv hörbar werden. Erzähl doch ein bisschen zur Projektgenese und was du damit verbindest.

„ROTARY PERCEPTIONS“ ist ja eine Serie von Stücken, es gibt die Veröffentlichung auf Bandcamp von circa 2012, wo überhaupt keine Schallplatten vorkommen und ich ausschließlich mit Objekten auf dem Plattenteller spiele, Reibe- und Oberflächengeräusche, die dann stark mikrofoniert und verstärkt und durch einen Looper/Pitch-Shifter verändert werden.


Dann gibt es reine Vinyl-Collagenstücke oder Sets, wo ich mich komplett auf die klassischen Möglichkeiten und Spieltechniken des Turntablism konzentriere, wo eben dieses Konvolut von gesammelten Spielplatten zum Einsatz kommt.

Ein dritter Ansatz ist das Verändern der Oberfläche der Schallplatten durch Bekleben mit unterschiedlichen Materialien, dadurch werden vor allem rhythmische Patterns und Strukturen generiert. Die Rille spielt keine Rolle mehr, sondern vielmehr das Oberflächenrelief, welches durch präparierte Cartridges oder mit von unterschiedlichen Abtastern modifizierten Kontaktmikros abgegriffen wird. Hiermit haben wir 2023 eine Turntablequartettkomposition im Morphine Raum in Berlin aufgeführt, welche über eine Stunde hypnotischen Sound generiert hat. Es kommt hierbei dann auch noch eine visuelle Komponente hinzu, weil diese Beklebungen nicht nur klangliche, sondern auch optische Patterns generieren, ähnlich den Rotoreliefs von Marcel Duchamp.

In welche Richtung ich jetzt genau beim Blauen Rauschen Festival gehe, habe ich, um ganz ehrlich zu sein, noch nicht entschieden.

Ignaz Schick (Photo: Manuel Miethe)

Gibt es Role Models im Umgang mit Schallplatten, die für dich bei der Konzeption von „Rotary Perceptions“ besonders wichtig waren?

Karl Valentins „Im Schallplattenladen“, John Cage, Christian Marclay, Otomo Yoshihide oder Martin Tétreault sind alles Künstler, die mit Schallplatten oder Plattenspielern gearbeitet haben und zu bestimmten Zeiten meiner Entwicklung als Turntablist wichtig waren oder die ich zumindest zur Kenntnis genommen habe. Mittlerweile verfolge ich meine eigenen Strategien und diese Vorbilder rücken immer mehr in den Hintergrund.

Deine Performances bewegen sich zwischen Improvisation und sehr präziser Materialkenntnis – wo verläuft für dich die Grenze zwischen Kontrolle und Kontrollverlust?

Das ist tatsächlich schwer zu entscheiden. Manchmal ist für mich der Moment des Kontrollverlustes extrem inspirierend, und ich provoziere gezielt Unfälle beim Spielen, durch Werfen von Störobjekten oder gezieltes Skating der Nadel, wodurch dann unerwartete und überraschende Dinge passieren. Dann wiederum greife ich ein und steuere Dinge so präzise wie möglich. Das ist ein andauerndes Abwägen zwischen Kontrolle und Zufallsaktionen. Eine gute Balance von beidem ist das Ideal.
Welche Rolle spielt Zufall in deinen Sets – ist er willkommen oder etwas, das du aktiv herausforderst?

Wie oben schon beschrieben, ist Zufall ein willkommener Faktor, um Dinge im Spielprozess aufzufrischen. Es ist geschicktes Abwägen nötig, wann ich klare Entscheidungen treffe, die ich genau kontrolliere, und wann ich das System aus dem Ruder laufen lasse, um mich von zufälligen Aktionen überraschen zu lassen.

Glitches, Brüche, mechanische Störungen – das sind ja nicht nur ästhetische Mittel, sie werden gerade heute, in unseren sozial-politisch aufgeladenen Tagen als Formen von Widerständigkeit gelesen. Würdest du deine Arbeit auch politisch in diesem Sinne verstehen?

Na ja, schwierig zu sagen. Vielleicht ist der politische Aspekt in meiner Arbeit das Utopische in der improvisatorischen Zusammenkunft mit vielen anderen Individuen, die Gleichwertigkeit der Stimmen und das Ablehnen von Hierarchien, wie sie in der komponierten Musik sehr oft vorkommen. Auch in vielen meiner Kompositionen, die oft graphisch notiert sind, gibt es große Freiheiten für die interpretierenden Musiker:innen. Ich will mündige Musiker:innen, die sich einbringen und mitgestalten, und somit ist das finale Resultat ein Dialog zwischen mir und den Ausführenden. Ein weiterer politischer Gedanke ist vielleicht auch der Aspekt des Recyclings, also das Benutzen von bereits existierendem Material anstatt ständig Neues zu generieren.

Ein assoziativer Sprung: Istanbul liegt just an der sensiblen Bruchstelle zwischen Europa und Asien, der sogenannten Nordanatolischen Verwerfung, wo die Anatolische Platte auf die Eurasische trifft. Gibt es da Verbindungen zu vergangenen oder aktuellen Projektideen von dir?

Nicht so direkt. Ich war vor und nach meinem ersten Istanbulaufenthalt sehr viel in Südostasien unterwegs, was sehr faszinierend und inspirierend war, weil es sehr anders ist als die westlichen Strömungen in der Musik. In Istanbul spüre ich kaum einen Unterschied im Vibe, wenn ich auf der europäischen oder der asiatischen Seite bin. Moda ist natürlich speziell, aber auch Beyoğlu, und irgendwie hat jeder Stadtteil in Istanbul seine eigene Dynamik. Meine Asienreisen wurden dann durch die Pandemie ausgebremst, und nach der Pandemie hatte ich nicht die finanziellen Mittel, diese Recherchereisen fortzusetzen. Das würde ich gerne wieder tun.

Istanbul kann dann einfach ein guter Hub und eine Zwischenstation sein. Die Stadt ist ja stark von einem Brain Drain betroffen, viele Musiker:innen, die ich 2018 getroffen habe, leben gar nicht mehr in Istanbul, sondern sind im Exil. Das ist stark spürbar und macht es nicht einfach, Projekte hier vor Ort zu realisieren.

Für „Istanbul Diaries“ habe ich letztes Jahr türkische Musiker extra wieder von außerhalb eingeflogen, um mit ihnen arbeiten zu können.

Ignaz, in unserer fast vollständig digitalisierten Musikkulturwelt wirkt deine Arbeit auf sympathische Art und Weise anachronistisch. Empfindest du das als bewusste Gegenposition gegen den Zeitgeist? Oder ist das eher ein Nebenschauplatz, der nichts mit deinen Intentionen zu tun hat?

Nein, nein, auf jeden Fall. Ich habe nie mehr gelitten als in der Zeit, als ich mit dem Computer live gespielt habe. Es war im improvisatorischen Kontext für mich einfach nur frustrierend und ich bin ganz bewusst zum Plattenspieler zurückgekehrt. Eine Zeit lang dachte man ja auch, Vinyl sei ein aussterbendes Medium, was nun mit dem neuen Hype in den letzten Jahren eine ganz andere Entwicklung genommen hat. Es ist ja jetzt eher die CD, die stirbt – ein digitales Medium, das durch Streaming ersetzt wurde. Ich arbeite gerne und oft mit Material, das auf den ersten Blick obsolet erscheint, auch in meinen Installationen. Das ist schon auch gedacht als spielerische Opposition zum aktuellen digitalen Rauschen, das immer schneller und heftiger wird. Trotzdem benutze ich den Computer, aber mehr in der Postproduktion oder als Werkzeug für Kommunikation. Nur live will ich damit nichts zu tun haben, und ich will nicht, dass er in meiner Arbeit im Vordergrund steht.

Trotzdem noch mal konkret gefragt: Was kann für dich der Plattenspieler heute noch hörbar machen, was andere Technologien nicht zu bieten haben?

Er ist einfach nur ein Instrument, ein Tool, mit dem ich mich extrem wohlfühle und mit dem ich Dinge ausdrücken kann. Ein anderes Tool ist nach wie vor das Saxophon, da geht es um ganz andere Parameter. Auch hier könnte man die gleiche Frage stellen, aber ich denke schon, dass es immer noch viel zu sagen gibt auf diesen mittlerweile alten Tools.

Dein Auftritt beim Blauen Rauschen findet auf der Ada Bühne des Grillo-Theaters in Essen statt. Hast du Berührungspunkte mit Essen im Speziellen oder dem Ruhrgebiet allgemein?

Ich habe bisher zweimal in Essen gearbeitet. Einmal haben wir eine Version von Allen Ginsbergs „Howl“ mit dem Schauspieler Martin Engler im Folkwang Museum als Hörstück performt. Das andere Mal war es eine Residency im Maschinenhaus mit Hanna Schörken, Bernd Oezsevim und Constantin Krahmer und deren Projekt Ampair:e, wo ich als Gastmusiker Turntables gespielt habe. Und ich spiele immer wieder mal mit Simon Camatta, der in Essen lebt.

Im Ruhrgebiet gibt es sonst immer wieder Auftritte und Kollaborationen, für meinen Geschmack aber viel zu selten. So war ich bei den Soundtrips NRW, bei Auftritten in Dortmund und Duisburg oder Moers, oder auch bei der Zusammenarbeit mit dem niederrheinischen Turntablisten Claus van Bebber.

Letzte Frage: Was ist dein Lieblingsort in Istanbul und warum?

Schwierig. Ich glaube Karaköy mit den ganzen obskuren Läden und Händlern, dem Fischmarkt und dem Fährhafen. Und generell die Fährfahrten auf dem Bosporus.

 

Ignaz Schick spielt am 10. Juni beim Blaues Rauschen Festival in Essen.

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