Mittwoch, 24.10.2018
c/o pop & Dutch Impact

Deutsch-Holländische Freundschaft

Neben ihrer betont internationalen Ausrichtung mit Länderschwerpunkten zwischen Südamerika und Ostasien schaut die c/o pop seit einigen Jahren gezielt nach Holland. 2018 sind mit Dakota, Iguana Death Cult und The Homesick drei niederländische Bands vertreten. Kaput hat ihnen ein paar Fragen gestellt.

 

co_DakotaDakota
Lisa Brammer, Lana Kooper, Jasmine van der Waals und Annemarie van den Born haben bislang eine EP (Leda“) und zwei Singles („Icon“ & „Silver Tongue/Wanderlust“) veröffentlicht. Dem verträumt-impulsiven Charakter ihrer Musik nach, würde man sie eher als Kalifornische Bands vermuten, irgendwo im Spannungsfeld aus Fleetwood Mac und HAIM.

Welche holländische Band sollten wir kennen?
Es ist echt schwer, nur eine auszuwählen. Aber wenn es sein muss, dann fällt unsere Wahl auf Feng Suave. Sie haben erst eine Ep veröffentlicht – ihre Shows sind aber trotzdem immer ausverkauft. Wir mögen dieses gewisse Jeff Buckley/James Blake Feeling ihrer Musik, zumal sie einen eigenen Groove dazugeben.

Wenn Geld keine Rolle spielt, welche drei KünstlerInnen würdet ihr gerne für einen gemeinsamen Auftritt gewinnen?
Wir haben über unsere Antwort lange debattiert, da wir alle verschiedene Einflüsse und Idole haben. Unsere Antwort:
– Gemma Hayes: Sie hat einen großen Einfluss auf uns in der Art, wie sie akustische und nicht so akustische Elemente benutzt. Das macht ihre Shows so interessant. Außerdem benutzt sie tausend verschiedene Tunings und trifft als Singer/Songwriterin echt seltsame Entscheidungen – was wir natürlich sehr mögen.
– Destiny’s Child: Wir tanzen alle gerne und singen dabei zu den Songs mit. Wenn wir auf Tour sind hören wir fast nur bekannte Popsongs und singen dazu mit.
– Frank Sinatra: Ein Klassiker, nicht wahr? Es wär fantastisch einem echten Showmaster dabei zuzusehen, wie er mit voller Inbrust singt und das Publikum begeistert. Aber da müssen wir wojl erstmal all unser Geld in eine Zeitmaschine investieren, um ihn von den Toten zurück zu holen. Oder wir reisen in das Paralleluniversum, wo er noch lebt und holen ihn rüber zu uns. Ob Elon Musk wohl dafür zu haben wäre?

Stichwörter c/o pop: Was steht auf euer Köln-Agenda während des Festivals?
Wir wollen unsere holländischen Freunde von Iguana Death Cult und the Homesick sehen sowie Gurr und Cocaine Piss. Köln ist so eine spannende Stadt, wenn die Zeit reicht werden wir uns das Museum Ludwig anschauen, definitv besuchen wir aber das Schokoladenmuseum.

Dakota live
Stadtgarten Cafe, 31.8., 18.30 Uhr
Subway, 31.8., 21.10-21.50 Uhr

 

 


co_iguanadeathcultIguana Death Cult

Der Name der Rotterdamer Band klingt nach Mexiko, ihr Sound ist aber eher vom Süden der Usa und Bands wie den Black Lips und White Stripes inspiriert. Wobei ihr bis dato einziges Album „The First Stirrings Of Hideous Insect Life“ auch Surfrockeinflüsse aufzeigt.

Welche holländische Band sollten wir kennen?
Sich auf eine zu reduzieren ist kaum möglich. Wir liebten schon immer die 60er Jahre Rock Band Shocking Blue und die 70er Jahre Progrock Band Focus. Beide haben ein Repertoire aus weltklasse Songs. Abseits davon haben wir einen soft spot für Holländische Folkmusik von Künstlern wie André Hazes – nostalgischer Spaß.

Wenn Geld keine Rolle spielt, welche drei KünstlerInnen würdet ihr gerne für einen gemeinsamen Auftritt gewinnen?
Wenn Geld keine Rolle spielt bauen wir eine Zeitmaschine und holen Prince und Bowie zurück.
Mit den Butthole Surfers der 80er Jahre eine Bühne zu teilen, das wäre super. Wann immer mit Leuten spricht, die sie damals gesehen haben, dann bekommt man wahnsinnige Geschichten zu hören: „Bei der Show 1983 hat der Sänger mir ein Schweineohr ins Gesicht geworfen und ist nackt auf Leuten gesprungen, deren Outfits ihm nicht gefielen und hat sie mit Blut beschmiert.“ So eine verrücke Kombination aus schockierender Performance und Musik findet man heute nicht mehr.

Stichwörter c/o pop: Was steht auf euer Köln-Agenda während des Festivals?
Wir sind zum zweiten mal in Köln. Beim ersten mal war es dunkel und kalt, also haben wir nichts von der Stadt gesehen. Normalerweise laufen wir einfach durch die Gegend und checken die Architektur aus und trinken ein paar Bier. Ohne großen Plan. Diesmal wollen wir die anderen holländischen Bands sehen (The Homesick and Dakota) – und Cocaine Piss, die sind super!

Iguana Death Cult live
Stadtgarten Cafe, 31.8., 20.3o Uhr
Subway, 1.9., 21.10-21.50

 

co_homesickThe Homesick
Die drei Holländer aus Dokkum verstehen sich als Lads in der Tradition der Beatles. Nun, wer keine Ambitionen hat, der erreicht auch nichts. Mit „Youth Hunt“ (Subroutine Records) haben sie jedenfalls schon mal ein gute Debüt hingelegt.

Welche holländische Band sollten wir kennen?
Dick Raaijmakers, Tom Dissevelt, Henk Badings – das sind drei Komponisten, die in den späten 50ern und frühen 60ern am Philips Research Laboratory an elektronischer Popmusik gearbeitet haben. Sie benutzen Loops und ungehörte Soundquellen, um die Musik der Zukunft zu generieren. Wirklich besonderes Zeug, zumal zu dieser Zeit und in Holland.

Wenn Geld keine Rolle spielt, welche drei KünstlerInnen würdet ihr gerne für einen gemeinsamen Auftritt gewinnen?
– Sonic Boom/Spectrum: Peter Kember war ein Bandmitglied von Spacemen 3, die Klassiker wie „The Perfect Prescription“ veröffentlicht habe. Nach dem Ende von Spacemen 3 hat er als Solomusiker und in anderen Bandkonstellationen weitergemacht. Er hat unter anderem Red Krayola, Panda Bear und MGMT produziert, gemixt oder
gemastert. Anspieltipp: Sonic Boom „Spectrum“.
– Mercury Rev: Wunderbare Märchenmusik aus den USA. Anspieltipp: „See You On The Other Side“.
– DAF/Deutsch Amerikanische Freundschaft: Die klassische NDW Band müssen wir in Deutschland wohl niemanden mehr vorstellen. Anspieltipp: „Alles ist Gut“

Stichwörter c/o pop: Was steht auf euer Köln-Agenda während des Festivals?
Wir freuen uns auf Köln, die Stadt ist nett. Wir werden versuchen ein paar andere Bands zu sehen – und deutsches Bier und Essen stehen auf unserer Agenda.

The Homesick live
Studio 672, 30.8., 21.55-22.40 Uhr
Stadtgarten Cafe, 31.8., 19.30 Uhr

Verlagssitz
Kaput - Magazin für Insolvenz & Pop Aquinostrasse 1 | Zweites Hinterhaus, 50670 Köln | Germany
Team
Herausgeber & Chefredaktion:
Thomas Venker & Linus Volkmann
Autoren, Fotografen, Kontakt
Advertising
Kaput - Magazin für Insolvenz & Pop
marketing@kaput-mag.com
Impressum – Legal Disclosure
Urheberrecht /
Inhaltliche Verantwortung / Rechtswirksamkeit
Kaput
Kaput - Magazin für Insolvenz & Pop ist eine Publikation des Verlagshauses Kaput.

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies and accept our data policy. More information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close