Montag, 17.12.2018
papiripar Festival  – exklusiver "Schlafanzug-Mix" von Felix Kubin

“Freunde des linken Winkels”

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Felix Kubin (Photo by Marie Losier)

Vom 17. bis 20. Oktober findet in Hamburg zum ersten Mal das papiripar Festival in den Künstlerhäusern Westwerk und Wendenstraße statt. Das Festival unternimmt per Eigendefinition den Versuch, “experimentelle Musik und Kunst weniger verkopft und steif zu präsentieren und sich ganz ohne falsche Scheu dem “Pop” zu widmen: In Form von konzeptionellen und progressiven Ansätzen in der Popmusik und deren Vermischung mit Kunst und Performance.”

Diese Ambition und die damit einhergehende künstlerische Offenheit lässt sich am vielseitigen Programm ablesen, das sich aus Konzerten, Performances, Spoken Word Auftritten und Ausstellungen zusammensetzt, anderem mit und von Lucrecia Dalt, Jan Jelinek, Sven Åke-Johansson, Phuong-Dan, Tolouse Low Trax, Toresch, Pinkie Bowtie (Dennis Tyfus u.a.) und The Modern Institut, das Qualleninstitut.

Exklusiv für kaput hat der Hamburger Künstler Felix Kubin (Ko-Kurator des papiripar Festivals) einen wunderschönen Mix aufgenommen – “aus Schlafentzug geboren (quasi ein Mix im Schlafanzug)”, dessen “Stücke alt und neu sind, ziemlich durcheinandergewürfelt und nur durch den Klebstoff meiner geistigen Verfassung zusammengehalten” – und mitsamt ebenso schönen Linernotes am Tag der Deutschen Einheit angeliefert.

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Felix Kubin (Photo by Robin Hinsch)

Freunde des linken Winkels
Leichtfüßig und majestätisch schreitet der Weltenflaneur über das schillernde Blütenmeer seines Pixelteppichs. Unter seinen elektronischen Füßen entsteht und vergeht das Leben schneller als die Zeit. Auf seinen Lippen ein fröhliches Lied der östlichen Blaumeise, hebt er den Blick, um aus seinem dachlosen Labor in der Kathedrale des Himmels ein Sternenzucken zu beobachten. Dieser Mann, fragil und stolperbereit zugleich, trifft gleich die Freunde des linken Winkels am Fusselstand Nummer 7. Da treffen sie sich immer, jeden Abend, so will es die monarchistische Tradition. Seine Bude ist voll mit Fusseln (was dachten Sie denn?), man kann sich also immer treffen. Die Freunde tauschen die üblichen schottischen Begrüßungsformeln aus: dip dip, clap clap, tease tease, my edge is my own point! Sie trinken ein Gläschen und dann noch eins und langsam löst sich der Blick aus dem Gesichtsfeld. Nun können sie frei schweben und die Schwerkraft hinter sich lassen, das majestätische Schreiten quasi von oben betrachten. Sie schweben ein bißchen umher und lösen sich dann in ihre Bestandteile auf. Schließlich ordnen sie sich in der Explosivdarstellung an, in der sie anmutig verhaftet bleiben. Es kann sehr beruhigend sein, sich nicht zu bewegen. So träumen sie von einer Nacht auf einem ruhigen Meer. An Schlaf ist dabei nicht zu denken.
Felix Kubin

Tracklist
01 Blade Runner
02 The Anti-Mann “Anti-Zen”
03 Régis Victor “Doug”
04 Klaus Krüger “Outside”
05 TV Dinner Education “Who R D Rules”
06 Laps “Edges”
07 Technicezna Nizkotopliwa “Death is here”
08 Toresch “Tocar”
09 Esplendor Geometrico “Horno Fundidor”
10 Un Caddie Reversé dans l’Herbe “Gamelan”
11 Cassiber “Last Call”
12 Bruce Ditmas “Side looking radar image”
13 Goodiepal & the Pals “Destroy system”
14 Column One “Pooling”
15 Plexigladz “I hate”
16 The Un-normalized “Airship graveyards”
17 Régis Victor “Zinc”
18 Raymond Scott “Night on a calm sea”
19 Liaisons Dangereuses “Dupont”
20 Ursula Bogner “Winkel Pong” (in 45)
21 Raymond Scott “Ohio Bell”
22 Milan W. “Heraldic Snippets”
23 Lucrecia Dalt “Antiform”
24 Luc Marianni “Screen control 6”
25 Coil “From the air”
26 RWA “Journey to darkside”
27 Un Caddie Reversé dans l’Herbe “Editions-harmattan”

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