Week-End Fest 2026

„Etwas Gemeinsames zu schaffen, das unsere Liebe zur Musik widerspiegelt“

Jörg Waschat & Jan Lankisch

Als das Week-End Fest 2011 an den Start ging, wollten Jan Lankisch und Jörg Waschat einen musikalischen Melting Pot schaffen, der jenseits etablierter Festivalroutinen unerwartete Begegnungen ermöglicht. Im Interview von 2019 sprachen die beiden Gründer noch gemeinsam über ihre Idee und die besondere Energie des Festivals. NACH WASCHATS AUSSSCHEIDEN UND SEINEM PLÖTZLICHEN TOD FÜHRTE LANKISCH DAS PROJEKT ZUERST MIT THERESA NINK UND INZWISCHEN ALLEIN WEITER.
Ein Gespräch über kuratorische Freiheit, ökonomische Zwänge, Kölns verlorene Strahlkraft und die Kraft musikalischer Neugier – damals wie heute. 

Das WWeek-End Fest findet vom 5. bis zum 7. November im Kölner Stadtgarten statt.

Carl Craig, Week-End Fest 2025 (Photo: Niclas Weber)

 

Das Week-End Fest begann 2011 als gemeinsame Unternehmung von dir mit Jörg Waschat. Was war die ursprüngliche Idee, die Euch beide verband, und was denkst du, ist von diesen Initialgefühlen und -gedanken heute noch in der aktuellen Festivalmanifestierung zu erkennen?

Jan Lankisch: Es war die Idee von zwei Musikenthusiasten, etwas Gemeinsames zu schaffen, das unsere Liebe zur Musik widerspiegelt. Unser aktives und präsentes Auftreten hat dem Ganzen auch eine persönliche Note verliehen. Das war uns sehr wichtig, und diese Leidenschaft war nicht nur eine Notwendigkeit, sondern zog sich wie ein roter Faden durch unsere gesamte Arbeit.

Viele andere Formate waren zu diesem Zeitpunkt oft sehr kühl, und uns fehlte ein Melting Pot für gute Ideen und Künstler:innen, die ohne unsere Einladung sonst vielleicht nie nach Köln gekommen wären.
Genau diese Essenz ist heute Teil unseres ersten Festivals. Wenn man die Augen und Ohren offen hält und sich für neue Musik interessiert, kann man nach wie vor immer wieder sehr viel Tolles entdecken.
Und wenn sich KI-generierte Musik nicht allzu schnell durchsetzt, haben wir noch ein paar gute Jahre vor uns. 🙂

Du hast dir ja früher mit Jörg bei der Programmgestaltung die Bälle zugespielt – was bedeutet es für deine kuratorische Arbeit, dass du sie nun schon länger primär allein machst? Gibt es Entscheidungen, bei denen du nach all den Jahren noch immer überlegst, was Jörg dazu gesagt hätte?

Jan Lankisch: Ja, das war schon immer toll, wie schnell ich von ihm Feedback auf meine Ideen bekommen habe und wie er diese dann mit seinen eigenen Vorschlägen weiterentwickelt und bereichert hat. Dieser kreative Austausch war immer etwas Besonderes.

Ich glaube, dass ihm viele Artists aus dem diesjährigen Line-up sehr gefallen hätten. Über Daddy G, Don Letts und Gilles Peterson hätte er sich sicher besonders gefreut. Aber auch Artists wie GENA, MOIN oder Dagmar Zuniga hätten ganz bestimmt seinen Geschmack getroffen. Du siehst also: Er ist irgendwie immer noch präsent und seine musikalische Neugier und sein Gespür für spannende Künstler:innen leben in dem, was wir heute machen, weiter.

Das Week-End Fest verbindet Künstler:innen und musikalische Traditionen, die im gewöhnlichen Festivalbetrieb selten aufeinandertreffen. Du verstehst das Programm, das hast du immer wieder betont, als Ausdruck deines persönlichen Geschmacks. Insofern würde mich interessieren, welche Rolle das Publikum bei dir spielt?

Jan Lankisch: Ich mache das natürlich nicht nur für mich. Es gibt sicher Themen und Künstler:innen, bei denen es mir besonders wichtig ist, sie unbedingt zu präsentieren – no matter what. Aber im Grunde möchte ich natürlich schon, dass das, was wir machen, auch beim Publikum ankommt. Ich habe kein Interesse daran, etwas auf die Beine zu stellen, mit dem am Ende niemand etwas anfangen kann. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass das Interesse an experimentellen Formaten und musikalischen Grenzgängen, die ja auch bei uns über die Jahre immer wieder eine Rolle gespielt haben, inzwischen deutlich gewachsen und ein Stück weit en vogue geworden ist. Andere Festivals treiben diese Entwicklung vielleicht sogar noch konsequenter voran als wir. Aber im Herzen bin ich davon überzeugt, dass es für jeden Artist ein Publikum gibt. Man muss es nur finden, neugierig machen und dafür begeistern. Und ich glaube, genau darin bin ich ziemlich gut. I am a firestarter.

Du programmierst Musik aus unterschiedlichen Szenen, Ländern, Generationen und gesellschaftlichen Kontexten. Nach welchen Kriterien entscheiden du, ob ein musikalischer oder politischer Zusammenhang tatsächlich relevant für das Festival ist?

Jan Lankisch: Mein Interesse an den unterschiedlichsten Arten von Musik war schon immer sehr ausgeprägt. Wenn ich ein Programm zusammenstelle, versuche ich mir vorzustellen, was ich selbst an einem Abend erleben möchte, damit er für mich funktioniert und sich besonders anfühlt. Die Stimmung, die ich dabei kreieren möchte, entsteht rein intuitiv. Da spielt es für mich keine Rolle, woher jemand kommt oder welche Art von Musik die Künstler:innen machen. Vielmehr geht es darum, diese unterschiedlichen musikalischen Welten in eine Abfolge zu bringen, die einen möglichst großen Spannungsbogen entstehen lässt. Zum Glück gelingt mir das fast immer ganz gut.

Ich denke auch viel darüber nach, wie sich die Künstler:innen in einer solchen Konstellation untereinander fühlen, wie sie aufeinander wirken und welche Dynamik daraus entstehen kann. Irgendwann beginnt das Ganze dann fast wie von selbst zu fließen. Und wenn sich alle Beteiligten wirklich auf einen langen Abend und eine gemeinsame Nacht einlassen, entsteht eine besondere Energie. Ich glaube, das spürt am Ende auch das Publikum.

Wie verhält sich das im Spannungsfeld mit deinen sonstigen Booking-Aktivitäten für die Reihen Foggy Notion und Always Coming Back To You?

Jan Lankisch beim Espresso

Jan Lankisch: Die Konzertreihe Always Coming Back To You gibt es ja schon länger als das Festival. Sie war gewissermaßen die Blaupause dafür. Die Idee dahinter war eigentlich ganz einfach: Lade ein, wen du willst und wer dich musikalisch begeistert. Gerade in den ersten Jahren habe ich dabei unglaublich viel gelernt – vieles davon wird mir tatsächlich erst heute so richtig bewusst. Umso froher bin ich, dass es diese Möglichkeit nach wie vor gibt, auch unabhängig vom Festival und in regelmäßigen Abständen spannende Künstler:innen nach Köln zu holen.
Für mich ist diese Reihe ein wichtiges kreatives Ventil geblieben. Sie gibt mir die Freiheit, Neues auszuprobieren, musikalischen Entdeckungen nachzugehen und über das ganze Jahr hinweg neugierig und inspiriert zu bleiben.

Angel Bat Dawid, Week-End Fest 2025 (Photo: Niclas Weber)

Während dein Programm Diversität, Emanzipation und kulturelle Offenheit verkörpert, verwehren die ökonomischen und auch kulturpolitischen Bedingungen des Kulturbetriebs vielen Künstler:innen genau diese Freiheiten für ihre Arbeit oft. Fühlst du dich manchmal wie Asterix oder auch Obelix im letzten unabhängigen gallischen Dorf, das sich den Römern verweigert?

Jan Lankisch: Klar merkt man, dass sich das Klima in den vergangenen Jahren verändert hat. Aber vielleicht ist genau das ein Grund mehr, die Fahne hochzuhalten und sich immer wieder auf das zu besinnen, was einen ursprünglich dazu inspiriert hat, überhaupt damit anzufangen. Diese Haltung nicht nur zu bewahren, sondern auch weiterhin mit Leben zu füllen, ist mir wichtig. Kapitulation ist für mich jedenfalls keine Option.

Gleichzeitig bin ich sehr froh, dass Köln eine Stadt ist, in der es nach wie vor viele Menschen gibt, die ein gemeinsames Verständnis von Subkultur teilen und wissen, wie wichtig solche Freiräume sind. Dazu gehören auch die Mitarbeiter:innen des Kulturamts und anderer Institutionen, die uns seit Jahren unterstützen. Das ist alles andere als selbstverständlich. Sie verstehen nicht nur, was wir tun, sondern auch, warum wir es tun. Und genau dieses Verständnis ist unglaublich wertvoll.

Wo siehst du Gleichgesinnte da draußen im Kulturbetrieb?

Jan Lankisch: Am meisten interessiert mich eigentlich, ob jemand das, was er tut, aus echter Leidenschaft macht. Es gibt natürlich viele Player:innen um einen herum, die ganz andere Ziele verfolgen, aber das berührt mich ehrlich gesagt wenig. Es gibt durchaus einige, die meiner Meinung nach einen ähnlichen Ansatz verfolgen wie ich. Menschen, die aus einer inneren Überzeugung heraus etwas auf die Beine stellen und Dinge präsentieren, die es ohne sie in dieser Stadt vielleicht gar nicht geben würde. Und genau das ist wichtig, denn davon lebt eine vielfältige und lebendige Kulturszene.

Ich hoffe sehr, dass sich auch die nächste Generation trotz aller Hindernisse und der politisch wie kulturell angespannten Zeiten, in denen wir gerade leben, nicht kleinkriegen lässt. Dass sie weiterhin den Mut und vor allem auch die Möglichkeiten hat, ihre eigenen Ideen und Visionen zu verwirklichen. Denn am Ende braucht es genau diese Menschen, die nicht darauf warten, dass etwas passiert, sondern selbst etwas in Bewegung setzen.

E.P.I.Q., Week-End Fest 2025 (Photo: Niclas Weber)

Du hast wiederholt über die finanziellen Risiken unabhängiger Festivalarbeit gesprochen. Was bedeutet es konkret, ein Programm aus künstlerischer Überzeugung zusammenzustellen, wenn Gagen, Produktionskosten und begrenzte Fördermittel die Möglichkeiten bestimmen? Welche Kompromisse gehst du ein, welchen verweigerst du dich beharrlich?

Jan Lankisch: Seit wir die Kapazität reduziert haben, hat sich vieles deutlich entspannt. Als das Festival noch in der Stadthalle Mülheim stattfand, war die Situation wesentlich schwieriger. Die Overhead-Kosten waren sehr hoch, und allein durch die Größe der Halle standen wir immer unter einem gewissen Druck, sie auch entsprechend füllen zu müssen. Die Fördermittel sind bislang zum Glück stabil geblieben, aber wer weiß, wie sich das in Zukunft entwickelt. Vor einigen Jahren hätte ich mir durchaus gewünscht, dass wir weiter wachsen können. Mit einer gleichbleibenden Unterstützung durch die Stadt Köln und das Land NRW ist das allerdings kaum möglich.

Heute bin ich vor allem froh darüber, dass ich weitgehend autark arbeiten kann und künstlerisch eigentlich keine Kompromisse eingehen muss. Diese Unabhängigkeit ist für mich unglaublich wertvoll und letztlich wichtiger als Wachstum um jeden Preis. Ich vermute, dass die wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen in den kommenden Jahren vor allem den größeren Festivals noch deutlich mehr zu schaffen machen werden.

In einer Zeit, in der Algorithmen Musik in Kategorien sortieren, Playlists Aufmerksamkeit optimieren und Festivals mit immer größeren Namen um Sichtbarkeit konkurrieren, setzt das Week-End Fest auf unerwartete Verbindungen. Ist diese Form des Kuratierens tatsächlich ein Gegenmodell zum Plattformkapitalismus oder inzwischen selbst ein begehrtes Distinktionsmerkmal? Wie wichtig ist es dir, dass Menschen das Festival verlassen und Musik entdeckt haben, die sie vorher weder kannten noch gesucht hätten?

Jan Lankisch: Sehr wichtig. Ich glaube, dass es uns die ganzen Algorithmen und digitalen Modelle heute unglaublich leicht machen, immer genau das zugespielt zu bekommen, was uns ohnehin schon interessiert. Das hat uns vielleicht ein bisschen weich im Kopf und in der Seele gemacht. Überall läuft NTS im Hintergrund, und es ist natürlich bequem, sich selbst mit guten Inhalten permanent berieseln zu lassen. Aber sich wirklich bewusst auf eine neue Künstler:innen einzulassen, ihr 45 Minuten lang die volle Aufmerksamkeit zu schenken und sich auf etwas einzulassen, von dem man vorher vielleicht gar nicht wusste, dass es einen interessieren könnte, ist in Zeiten allgegenwärtiger Ablenkung schon fast eine Herausforderung geworden.

Dabei liegt genau darin für mich ein großer Teil der Magie. Es passiert tatsächlich nach jedem Festival, dass mich Menschen ansprechen und mir erzählen, welche Künstlerin sie für sich entdeckt haben, von denen sie vorher noch nie gehört hatten. Und genau das macht mich glücklich. Denn letztlich geht es doch darum, neugierig zu bleiben, sich überraschen zu lassen und den eigenen musikalischen Horizont immer wieder ein Stück zu erweitern.

Du hast Köln wiederholt als Stadt beschrieben, die sich kulturell mehr zutrauen könnte. Welche strukturellen Probleme verhindern aus deiner Sicht, dass die Stadt ihre musikalische und künstlerische Substanz besser zur Geltung bringt?

Jan Lankisch: Vieles hat natürlich mit der musikalischen Prägung der Menschen zu tun. Wenn du als Kind schon mit deinen Eltern zum Roskilde Festival gefahren bist, kann es gut sein, dass du auch mit Ende deiner Teenagerzeit mit deinen Freund:innen dorthin fährst. Solche Erfahrungen prägen einen und schaffen eine Verbindung zu Musik und Kultur, die oft ein Leben lang bleibt.

Ich möchte das gar nicht werten und auch nicht nostalgisch klingen, aber als ich 1997 mit 19 Jahren nach Köln kam, war die Stadt für mich das wichtigste Zentrum (alternativer) Popkultur in Deutschland. Ab der Jahrtausendwende konnte man dann beobachten, wie sich vieles zunehmend sortierte, etablierte und in gewisser Weise auch konservativer wurde. Ich finde es schön, dass Köln eine so starke eigene Identität hat, mit seiner Sprache, dem Karneval und den Traditionen, die von einem großen Teil der Menschen hier gelebt und gefeiert werden. Gleichzeitig habe ich aber das Gefühl, dass man darüber andere kulturelle Strömungen, vor allem solche mit internationaler Strahlkraft, ein Stück weit aus den Augen verloren hat. Zunächst ist vieles nach Berlin abgewandert, anderes hat sich irgendwann einfach aufgelöst. Und die Formate, die danach kamen, haben es meiner Meinung nach nicht wirklich geschafft, an diese frühere internationale Relevanz anzuknüpfen.

Ich freue mich über jede Festivalveranstalter:innen in dieser Stadt und wünsche allen viel Erfolg bei ihrer Arbeit. Aber was mir tatsächlich fehlt, sind Veranstaltungen mit einer so eigenständigen künstlerischen Handschrift, dass Menschen allein wegen des Programms von außerhalb nach Köln reisen. Nicht, weil es hier nichts Gutes gäbe, sondern weil es aus meiner Sicht zu wenig gibt, das wirklich einzigartig ist und über die Stadtgrenzen hinaus eine besondere Anziehungskraft entwickelt.

Wenn du auf die diesjährige Ausgabe blickst: Welche künstlerischen Entscheidungen repräsentieren am deutlichsten das Week-End Fest, das du heute machen möchtest, und welche weisen bereits über das bisherige Selbstverständnis des Festivals hinaus?

Jan Lankisch: Ich möchte auch weiterhin zeigen, dass meine Neugier auf junge Künstler:innen, ihre Ideen und künstlerischen Positionen ungebrochen ist. Gleichzeitig habe ich nach wie vor den Wunsch, auch mit dem Werk älterer Künstler:innen Geschichten zu erzählen, Verbindungen herzustellen und ihre Musik in einen neuen Kontext zu setzen.

Leider hat es mit Anna Domino auch dieses Mal wieder nicht geklappt, aber ich gebe nicht auf. Manche Wünsche bleiben eben so lange bestehen, bis sie irgendwann Wirklichkeit werden. Umso mehr freue ich mich, dass Gilles Peterson dieses Jahr dabei ist. Wir sind uns in den vergangenen Jahren immer wieder begegnet, und was mich an ihm besonders begeistert, ist, dass er nach all den Jahren noch genauso für das brennt, was er tut. Diese ungebrochene Leidenschaft und Neugier verbinden uns, und genau solche Begegnungen spornen mich an und inspirieren mich, immer weiterzumachen.

Jan Lankisch, Week-End Fest 2025 (Photo: Niclas Weber)

Last but not least: Bitte kommentier das gesamte Line-up, in dem du zu jedem einzelnen Act was sagst: erstens, warum du ihn eingeladen haben. Zweitens, was seine Musik, Arbeitsweise oder künstlerische Geschichte unverwechselbar macht.

Dopplereffekt:
Ich bin seit den 1990ern Fan von Drexciya, dem gemeinsamen Projekt von James Marcel Stinson (1969-2002) und Gerald Donald gewesen. Dopplereffekt das Projekt von Donald habe ich damals nicht mitbekommen aber dann vor ca 10 Jahren entdeckt und mich sofort verliebt.

Hyperlove DJs:
Dieses junge DJ-Kollektiv aus Köln ist super mich freut es zu sehen mit welcher Leidenschaft sie ihre Events machen . Mit Nikki (DJ Ass Tits) habe ich jemanden getroffen, die genau diesen Sound der 1990er feiert und die Tracks regelmäßig in ihre Sets einbaut. Ich freue mich das sie somit diese Musik, die den Test of Time bestanden hat, in die Gen Z überführt.

Elektronic Für Alle:
Benjamin Adams ist einer der wenigen Artists, der über die Jahre öfters beim Week-End zu Gast war. Super ist das er jedesMal etwas anderes gemacht hat. Dieses Projekt ist wunderschön, eine Kleien Liebeserklärung an einen altes Elektronikfachgeschäft in Köln.

Daddy G & Don Letts:
Massive Attack war eine Band die mich in meiner frühen Jugend sehr geprägt hat und sie waren für die Entwicklung der elektronischen Slow-Tempo Musik aus UK sehr prägend. Don Letts war Manager der Slits, einer Band die ich Anfang meiner 20er zum ersten Post-Punk Revival sehr wichtig für mich waren. Diese beiden Ikonen da zu haben macht mich sehr glücklich.

Gilles Peterson:
Gilles ist einer der Menschen die mich auch sehr beeinflusst haben in den 1990ern. Ich freu mich sehr das seine ewige Neugier auf neue Musik und Liebe zur Record-Digging Culture nie enden wird. Er begeistert so viele Menschen mit seinen Radio-Shows, DJ Sets und seinem Festival. Es ist mir eine Ehre ihn wieder in Köln zu haben – einer für ihn sehr wichtige Stadt, in der seine Karriere ausserhalb Englands begann.

GENA:
Ich bin seit Jahren großer Fan von Liv.e und habe ihre letzten beiden Platten sehr gefeiert. Leider hat es nie geklappt sie alleine zum Week_End zu holen, nun umso toller das sie nun mit ihrem neuen Projekt GENA gemeinsam mit Karriem Riggins kommt.

Gyrofield:
Im Frühjahr war ich mit DJ Visky im Open Ground in Wuppertal und da legte Gyrofield um 2:00 Uhr ”Teardrop“ von Massive Attack auf dem großen Floor ”Freifeld” auf und ich dachte, ok nun gehen alle raus weil es zu langsam ist. Es war irre. Sowas hatte ich nicht erwartet und ich dachte mir ich muss sie nach Köln holen, nun wo ich schon Daddy G da habe.

Upsammy & Valentina Magaletti:
Lustigerweise spielte am selben abend auch Upammy im Open Ground, die ich aber nicht gesehen hatte. Valentina kenne ich schon seit ein paar Jahren und hatte sie mit Holy Tounge schon einmal da. Sie ist sehr inspirierend da sie so unglaublich viel unterschiedliche Projekte hat. Chapeau!

Zena:
Zena sind auf Gilles Petersons Brownswood Label und ich bin zufällig auf ”It’s You (Ante Neh)“ gestolpert, das eins meiner Lieblingstracks des Jahres ist

Opek:
Im Mai war ich zu Gast im Kölner Plattenladen Hauptsache Musik und Björn spielte mir das Album vor und ich dachte mir – was die kommen aus Köln? Ich freue mich sehr diese tolleBand da zu haben. Vielleicht die beste Band aus Köln zur Zeit!

Actress:
Diese Entscheidung war auch erst durch denWegfall von Anna Domino möglich. Ich fand Actress schon immer toll aber es hat irgendwie nie geklappt vorher ihn einzuladen. Was ein Schicksalsmoment!

Moin:
Eines der vielen anderen Projekte von Valentina Magaletti. Dieses Mal Laut und Doomy. Macht euch auf was gefasst!

ML Buch:
Aus eine Entdeckung der letzten Jahre. Neben Smerz und Astrid Sonne eine der tollen Artist aus Kopenhagen. Ich muss immer dran denken das es für mich klingt als hätte Judee Sill uns 1979 nicht verlassen und in den 1980ern weiter Platten gemacht. ”Suntub” hätte ihr Album von 1989 sein können.

E.P.I.Q.:
Sie sind nun seit vier Jahren dabei und festes Team zum Alsing des Festivals. Ich freue mich sehr das sie immer noch wissen wie man den Tanzboden zum beben bringt.

Peki Momés:
Ich habe ihr letztes Album eine Woche nach dem Week-End bei Groove Attack entdeckt und lieb gewonnen. Sie war auch die erste Zusage für dieses Jahr!

Dagmar Zuniga:
Nochmal 1990s. Neben Elektronik hat mich auch Lo-Fi Folk sehr beeinflusst damals. Ich fühlte mich bei ihrem Album auch etwas zurückversetzt- aber in schön ohne viel belastende Nostalgie.

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