Winterjazz Festival, Köln, Stadtgarten

„Kultur kann so viel mehr Freiräume als Algorithmen, Optimierung, Zielsucht“

Am 7. und 8. Januar findet unter der künstlerischen Leitung von Angelika Niescier, Ulla Oster und Kornelia Vossebein die elfte Ausgabe des Winterjazz Festivals in Köln statt – wenn auch leider Pandemiebedingt nur digital in diesem Jahr. An den beiden Tagen sind trotzdem 18 Konzerte im Stadtgarten geplant, davon neun mit dem aktuellen Künstler:innen des NICA Förderprogramms, über das wir auf Kaput bereits zweimal berichtet haben. Die Konzerte können über die Stadtgarten Homepage angeschaut werden.

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Freitag, den 7. Januar, 20 Uhr
Matthew Halpin – Frown Town
Elisabeth Coudoux – Violoncello solo
RE: CALAMARI

Samstag, den 8. Januar, 20 Uhr
NAU Trio
Giw & Kilonzo SUM
LARIZA

Sonntag, den 9. Januar, 19 Uhr
TAU5
Heidi Bayer KORSH
Lukoshko

Montag, den 10. Januar, 19 Uhr
Janning Trumann 4
Laura Totenhagen solo
Roger Kintopf STRUCTUCTURE

Dienstag, den 11. Januar, 19 Uhr
BÖRT
Leif Berger „Die Lärmtrompeten des Nichts“
Daniel Tamayo Quintett

Mittwoch, den 12. Januar, 19 Uhr
Barbara Barth ALL OR NOTHING AT ALL
THE RESONATORS
Luciel

Heidi Bayer, Leif Berger,  Elisabeth Coudoux, Pablo Giw, Pablo Held, Tamara Lukasheva, Sonae, Janning Trumann, Laura Totenhagen und Philip Zoubek haben im Vorfeld kaput ein paar Fragen beantwortet – wobei Sonae leider bei der digitalen Ausgabe des Winterjazz nicht dabei sein wird.

Elisabeth Coudoux, Durchbruch (Photo: Jule Brandhuber)

Elisabeth Coudoux

Du bist seit einiger Zeit Teil des NICA artist development Programms. Wie sind deine bisherigen Erfahrungen? Gibt es ein Ereignis / eine Begegnung, welche(s) besonders nachhaltig war?
Ich konnte schon einige Residenzen verwirklichen und unglaubliche MusikerInnen, VeranstalterInnen und Venues kennenlernen. Außerdem meinen Horizont erweitern und mir selbst mehr vertrauen. Eine wundervolle Begegnung hatte ich mit Heike Sperling, türenöffnend, ich hoffe die Türen gehen noch weiter auf..

Auf welchen anderen Act freust du dich besonders beim Winterjazz Köln und warum?
Ich freue mich besonders auf Pablo Giw mit Kelvin Kilonzo. Ich mag die Verbindung Tanz/Musik. Außerdem alle anderen Acts, weil ich sonst selten Zeit habe alle Kollegen zu verfolgen.

Was kannst du uns zu deiner eigenen Performance beim Winterjazz Köln verraten?
Ich freue mich solo zu spielen, weil ich mit mir weiter gekommen bin, ich denke ich habe etwas zu erzählen. Und ich mag mein Cello.

Ich habe dich gebeten ein Bild mitzuschicken, das deine Erwartungen für 2022 visualisiert. Kannst du ergänzend ein paar Worte dazu sagen?
Mein Bild erinnert vielleicht an altmodische Traktate… ist aber heute genauso aktuell. Kultur hat Antworten auf die Klimakrise, für die Kreislaufwirtschaft. Und Kultur kann so viel mehr Freiräume als Algorithmen, Optimierung, Zielsucht. Ich hoffe klarere Details im nächsten Jahr für mich auffächern zu können.

Zum Abschluss noch die Frage nach deinem Lieblingssong 2021
Soprano: „Dingue“

Laura Totenhagen

Du bist seit einiger Zeit Teil des NICA artist development Programms. Wie sind deine bisherigen Erfahrungen? Gibt es ein Ereignis / eine Begegnung, welche(s) besonders nachhaltig war?
Schon in der Nominierung und anschließenden Bewerbung für das NICA artist development Programm, mitten im ersten Lockdown 2020, sind viele Dinge für mich angestoßen worden. Erstmal war ich eigentlich in einer Phase, in der ich völlig leer und gleichzeitig übersättigt war. Dann war da der Lockdown. Und dann viele weitere Dinge, die zu der Zeit im Umbruch waren. Plötzlich sollte ich mir über meine kühnsten Wünsche klar werden und diese formulieren – Träumen im Prinzip. Durch NICA und meine eigene Arbeit, Reflexion usw. kann ich sehr gut lernen, welche Art von Künstlerin ich sein möchte. Das versuche ich konsequent zu verfolgen. Was ich für mich selbst aus dem Angebot von NICA mache, ist sicher das Nachhaltigste bisher.

Auf welchen anderen Act freust du dich besonders beim Winterjazz Köln und warum?
Shout-outs an meine beiden Kolleginnen Elisabeth Coudoux und Sonae, die auch jeweils solo spielen werden!

Was kannst du uns zu deiner eigenen Performance beim Winterjazz Köln verraten?
Ich arbeite derzeit mit der Tänzerin, Choreografin und Aktivistin Valerie Ebuwa aus London zusammen. Sie hat eine Director Position für mein Solo Programm übernommen und ich finde sie großartig, versatil, erfahren und wahnsinnig flexibel. Bei Winterjazz wird man erste Eindrücke davon gewinnen. Außerdem sind neue Texte mit der Gitarristin und Songwriterin Ursula Martyn-Ellis entstanden. Diese Zusammenarbeit ist sehr wichtig für mich und ein wunderbarer Austausch zu den Themen, die uns beschäftigen und die wir auf die Bühne bringen möchten.

Ich habe dich gebeten ein Bild mitzuschicken, das deine Erwartungen für 2022 visualisiert. Kannst du ergänzend ein paar Worte dazu sagen?
Etwas, womit ich mich manchmal gerne beschäftige.

Was steht für 2022 bei dir an?
Es stehen einige Produktionen (zum Beispiel mit meiner Band „Of Cabbages And Kings“) an und die Weiterentwicklung meines Soloprogramms. Viele Einzelkonzerte mit kurzweiligen Kollaborationen, auf die mich sehr freue. Und ich möchte gerne mit Künstler*innen zusammenarbeiten, von denen ich jetzt noch nicht weiß, dass ich sie kennenlernen werde. Meinen Horizont zu erweitern, steht für mich an erster Stelle.

– Zum Abschluss noch die Frage nach deinem Lieblingssong 2021-
Kein Lieblingssong, aber ein Album. „Tommy“ von Klein von 2017.
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Tamara Lukasheva

Du bist seit einiger Zeit Teil des NICA artist development Programms. Wie sind deine bisherigen Erfahrungen? Gibt es ein Ereignis / eine Begegnung, welche(s) besonders nachhaltig war?
Es ist ein besonders Programm. So wie noch ein Studium, aber jetzt mal sachlich und Zielgerichtet. Ich habe bis jetzt sehr viel gelernt, vor allem über mich selbst. Kann erstmal nicht beurteilen, welche Begegnung besonders nachhaltig war. So was braucht immer mehr Zeit. Zumindest bei mir.

Auf welchen anderen Act freust du dich besonders beim Winterjazz Köln und warum?
Auf alle! Es sind alles wunderbare Musiker, die es absolut verdient haben gehört zu werden!

Was kannst du uns zu deiner eigenen Performance beim Winterjazz Köln verraten?
Am Besten man kommt offen und erwartet nicht die Tamara, die man irgendwann, irgendwo gehört hat.

Ich habe dich gebeten ein Bild mitzuschicken, das deine Erwartungen für 2022 visualisiert. Kannst du ergänzend ein paar Worte dazu sagen?Wir leben in sehr wichtigen Zeiten , aber ich glaube, wir werden daraus etwas lernen, was uns noch ein Stück weiser und bewusster machen wird!

Was steht für 2022 bei dir an?
Vieles! Am besten mich per social media folgen oder auf der Web Seite ab und zu mal gucken 🙂

Zum Abschluss noch die Frage nach deinem Lieblingssong 2021.
„Here´s to life“

Sonae

Du bist seit einiger Zeit Teil des NICA artist development Programms. Wie sind deine bisherigen Erfahrungen? Gibt es ein Ereignis / eine Begegnung, welche(s) besonders nachhaltig war?
Wie kann ein einzelnes Ereignis oder eine eizelne Begegnung wirklich nachhaltig sein? Hm, ich hab das so nie erlebt. Highlights find ich eher anstrengend, kurz rauf und wieder runter, auf den Rausch folgt der Seelenkater, und was bleibt? Ein Erlebnis, eine Erinnerung, fair enough, aber nichts von Dauer. Künstlerisch für mich wichtig ist die Möglichkeit zum langsamen und stetigen floaten und die daraus erwachsenden Prozesse. Ich brauch ganz viel Ruhe und Zeit, beides sind in unserer Gesellschaft monetarisierte Faktoren. Gib mir Geld, damit ich Stille haben kann, der Rest kommt dann von alleine. Meine persönliche Erfahrung: Je mehr man mich lässt, desto mehr künstlerische Kraft entwickel ich.
Setzt NICA da an?
In großen Teilen ja, und mein aufrichtiges Danke dafür. Den Support von NICA kann ich außerdem in Entwicklung und Lernen verwandeln. Als ich für mich überlegte, wie ich mir neue künstlerische Darstellungsformen erschließen kann, kam NICA – und das formuliere ich so, weil es tatsächlich chronologisch so stattgefunden hat – und ermöglichte die SOMMER-Kollaboration mit Videokünstlerin Jennifer Trees. Wir haben eine große Installation realisiert, da hat ein ganzes Team mitgewirkt – für mich Premiere, so zu arbeiten. Was im Grunde traurig ist, denn wie soll Kunst groß wachsen, wenn es nicht die Gegebenheiten dafür gibt, sie auch groß zu denken und groß umzusetzen? Programme wie NICA können solche Gegebenheiten schaffen, und ganz ehrlich: wir brauchen wirklich mehr davon.

Was kannst du uns zu deiner eigenen Performance beim Winterjazz Köln verraten?
Es muss brennen. Club ist für mich die König*innendisziplin, ich hab davor einen gewaltigen Respekt, dazu hab ich nur eine halbe Stunde. Bedeutet: Essenz. Neben dem Sound möchte ich zum ersten Mal einen eigenen Visual-Edit spielen, an dem ich schon seit 2010 arbeite und den ich so noch nie zeigen konnte. Im Moment arbeite ich an finalen Effekten.

Ich habe dich gebeten ein Bild mitzuschicken, das deine Erwartungen für 2022 visualisiert. Kannst du ergänzend ein paar Worte dazu sagen?
Hoffentlich kann ich in 2022 wieder safe in den Club gehen. Als Ausgehraucherin würde ich gerne lernen, meine Zigaretten selbst zu drehen, man muss auch Ziele haben.

Was steht für 2022 bei dir an?
Musik für ein Objekt in einer Installation von Mischa Kuball. Musik für ein Konzept-Konzert von Benjamin Grau und Lola Rubio. Mit Katsunori Sawa aus Japan hab ich ein Ambient-Album gemacht – hierfür arbeite auch an Musikvideo und der visuellen Sprache, das wir gerne im nächsten Jahr veröffentlichen würden. Mit dem kleinen französischen Label Ghost Dance werde ich was machen. Eine sensationelle Remix-EP steht an, über die ich aber noch nichts verraten darf, und noch zwei andere Remixes warten auf Release. Und ich werde an Musik und visueller Form für ein nächstes Solo-Album arbeiten, das meine erste völlig eigenständige audiovisuelle Arbeit sein wird.

Zum Abschluss noch die Frage nach deinem Lieblingssong 2021.
Uah ne, den werde ich euch nicht verraten. Es ist Rap, ich steht auf Whumm mit viel Blingbling. Und ich bin zutiefst in Lee Gamble und sein Label UIQ verliebt; ich find, das sollte man schon kennen, wenn man sich aktuell mit elektronischer Musik befassen will. In Köln finde ich die Labels Magazine und Spa spannend.

Heidi Bayer

Du bist seit einiger Zeit Teil des NICA artist development Programms. Wie sind deine bisherigen Erfahrungen? Gibt es ein Ereignis / eine Begegnung, welche(s) besonders nachhaltig war?
Zu den nachhaltigsten Erfahrungen zählt für mich die Begegnung mit Heike Sperling, Kommunikationsberaterin für die NICA artists. Ihre Herangehensweise hilft mir nicht nur dabei zu verstehen, wie mein „Zielpublikum“ denkt. In erster Linie lerne ich am meisten über mich selbst, meine Musik, meine Art zu schreiben, zu spielen und wie ich „funktioniere“. Zu verstehen wie man selber tickt hilft wiederum bei allen anderen Dingen, die das künstlerische und organisatorische Leben für einen bereithält. Und ich bin sehr dankbar für die vielen Menschen, die ich kennenlernen durfte und all die Möglichkeiten, die mir das Programm bietet.

Auf welchen anderen Act freust du dich besonders beim Winterjazz Köln und warum?
Das ist schwer zu sagen, weil alles spannend ist, jeder Act auf seine Weise! Aber wenn ich mich für etwas entscheiden müsste, wäre es Giw & Kilonzo SUM. Pablo Giw habe ich erst durch NICA kennen- und schätzen gelernt und freu mich immer, wenn wir uns austauschen über trompeterische Dinge und Musik im Allgemeinen.

Was kannst du uns zu deiner eigenen Performance beim Winterjazz Köln verraten?
Ich freue mich sehr, dass ich mit meinem neuen Quintett „KORSH“ auftreten kann, was organisatorisch gar nicht so einfach ist, da wir aus Berlin, Freiburg, Köln und Oslo zusammenkommen. Gerade in diesen Zeiten ist das alles andere als selbstverständlich, das sowas möglich ist und man über Ländergrenzen hinweg Musik miteinander machen kann.

Ich habe dich gebeten ein Bild mitzuschicken, das deine Erwartungen für 2022 visualisiert. Kannst du ergänzend ein paar Worte dazu sagen?
Ich versuche gerade etwas Licht ins Dunkel zu bringen und mir mehr Zeit zu nehmen für die Dinge, die mir wirklich wichtig sind. Vielleicht ganz gut erkennbar anhand der sich aus dem Schatten
herausschälenden Severinsbrücke, aufgenommen von einem meiner Lieblingsflanierplätze.

Was steht für 2022 bei dir an?
Mehr genießen, weniger hetzen. Pausen sind auch Musik!

Zum Abschluss noch die Frage nach deinem Lieblingssong 2021.
 Billie Eilish: „Happier than ever“

Philip Zoubek

Du bist seit einiger Zeit Teil des NICA artist development Programms. Wie sind deine bisherigen Erfahrungen? Gibt es ein Ereignis / eine Begegnung, welche(s) besonders nachhaltig war?
Ich bin wirklich sehr glücklich darüber, Teil eines solchen Programms zu sein und mit unterschiedlichsten Leuten zusammen zu arbeiten, Feedback zu bekommen und eine ganze Reihe von Input durch Coachings zu bekommen. Am aufregensten war sicher die Zusammenarbeit mit dem Jazzfestival in Hong Kong. Elisabeth Coudoux, Pablo Giw und ich haben zusammen mit unseren Kollegen aus Hong Kong, dem Stadtgarten Technik Team in mehreren Proben an einem Programm gearbeitet, dass wir gemeinsam per livestream (fast latenzfrei) Ende Oktober aufgeführt haben.

Auf welchen anderen Act freust du dich besonders beim Winterjazz Köln und warum?
Es fällt mir schwer einen Act hervor zu heben, aber ich freue mich natürlich besonders auf die Musik meiner Kollegen und Freunde, wie zb Leif Berger, Elisabeth Coudoux, Pablo Giw oder Janning Trumann.

Was kannst du uns zu deiner eigenen Performance beim Winterjazz Köln verraten?
Ich trete mit der Köln-Berliner formation TAU5 auf. Unsere Musik ist stark elektronisch geprägt und hat verschiedenste Berührungspunkte und Schnittstellen zu Jazz, Techno, Noise und Neuer Musik. Aber vor allem empfinde ich TAU5 als echte Band, die kollektiv am Klang arbeitet und sich die Kompositionen in einem komplexen Probenprozess gemeinsam erarbeitet. Für 2022 planen wir ein neues Programm zu erarbeiten und später im Jahr aufzunehmen.

Ich habe dich gebeten ein Bild mitzuschicken, das deine Erwartungen für 2022 visualisiert. Kannst du ergänzend ein paar Worte dazu sagen?
Nein! 😉
Es fällt mir schwer überhaupt etwas Bestimmtes zu erwarten oder zu erhoffen, vor allem auf lange Sicht. Ich habe mir eher einen gewissen Pragmatismus angewöhnt, das zu erledigen, was gerade ansteht. Das reicht im Normalfall!

Was steht für 2022 bei dir an?
Ich plane für 2022 eine Reihe von Veröffentlichungen, unter anderem dem Philip Zoubek Trio, ein Duo mit Hayden Chisholm und ganz viel improvisierte Musik unterschiedlichster Machart. Ich hoffe, dass 2022 ähnlich produktiv sein wird wie dieses Jahr und freue mich gemeinsam mit meinen MitmusikernInnen weiter Musik zu entwickeln.

Zum Abschluss noch die Frage nach deinem Lieblingssong 2021.
Ich habe nur momentane Lieblingsongs (wobei Song in diesem Kontext irreführend wäre): Mikrotonale Musik von Georg Friedrich Haas.

 

Leif Berger

Du bist seit einiger Zeit Teil des NICA artist development Programms. Wie sind deine bisherigen Erfahrungen? Gibt es ein Ereignis / eine Begegnung, welche(s) besonders nachhaltig war?
NICA bietet einem auf jeden Fall sehr viele coole Möglichkeiten sich weiterzubilden…Chancen letztendlich! Ich glaube, das Besonderste war für mich mit der Kommunkationsdesignerin Heike Sperling zusammenzuarbeiten. Wir haben versucht Worte für meine Musik zu finden, Ideen für eine visuelle Sprache zu sammeln.
Außerdem konnte ich im Stadtgarten Konzerte kuratieren, einfach Besetzungen zusammenstellen und mit verschiedenen inspirierenden Leuten spielen. So hat sich auch die Band fürs Winterjazz ergeben: „Lärmtrompeten des Nichts“.

Auf welchen anderen Act freust du dich besonders beim Winterjazz Köln und warum?
Auf Laura Totenhagens Solo-Set! Wir kennen uns schon lange und haben auch lange zusammen Musik gemacht und deshalb freu ich mich besonders zu sehen, in welche Richtung es für sie weitergeht!

Was kannst du uns zu deiner eigenen Performance beim Winterjazz Köln verraten?
Ehrlichkeit, Verspieltheit und Risiko… das macht die Musik rau und schön.
Ich wünsche mir, dass diese Musik einen daran erinnert, dass man lebt. Das kann auch nur eine Millisekunde sein, ein Ton, eine Geste…

Ich habe dich gebeten ein Bild mitzuschicken, das deine Erwartungen für 2022 visualisiert. Kannst du ergänzend ein paar Worte dazu sagen?
Ein spontaner Schnappschuss (wie ich finde) im Vorbeigehen.
Das Bild ist ein Aufruf an mich, die Schönheit und Mystik des Lebens, des Alltags, des Trivialen zu erkennen…und in Bewegung zu bleiben!
Ansonsten versuche ich möglichst wenige Erwartungen zu haben…

Was steht für 2022 bei dir an?
Ich bringe Mitte des Jahres ein Album raus von meinem letzten Projekt „Hinweis auf die Sonne“. Auf Vinyl, sonst habe ich meine Musik bisher nur auf Bandcamp releast. Ansonsten… hoffentlich wieder mehr wandern!

Zum Abschluss noch die Frage nach deinem Lieblingssong 2021.
My Bloody Valentine: „No more Sorry“

Pablo Held

Du bist seit einiger Zeit Teil des NICA artist development Programms. Wie sind deine bisherigen Erfahrungen? Gibt es ein Ereignis / eine Begegnung, welche(s) besonders nachhaltig war?
Teil von NICA zu sein ist etwas ganz besonderes. Einer der schönsten Momente war gleich zu Anfang der Auftakt im Stadtgarten, bei dem wir ersten vier NICAs nacheinander vor vollem Haus aufgetreten sind. Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung durch das Projekt. Das ist wie ein Katalysator. Die meisten Sachen, die ich in den letzten Jahren herausgebracht habe, sind maßgeblich durch NICA ermöglicht worden. Es ist die EInladung kreativ zu sein, zu träumen und diese Träume zu verwirklichen.

Auf welchen anderen Act freust du dich besonders beim Winterjazz Köln und warum?
Wow, das sind zu viele um sie alle zu nennen. Es treten unglaublich viele Freund:innen von mir auf auf deren Auftritte ich sehr gespannt bin. Freue mich sehr auf den Hang und die Musik.

Was kannst du uns zu deiner eigenen Performance beim Winterjazz Köln verraten?
Ich spiele mit RE:CALAMARI, die Band meines Freundes Oliver Lutz, die eins meiner Hauptprojekte als Sideman ist. Es bereitet mir unheimlich viel Freude in dieser Band zu spielen und auch dafür zu komponieren. Nicht zuletzt auch weil ich hier meine Liebe für das Mellotron, Synthesizer und Keyboards ausleben kann 😉

Was steht für 2022 bei dir an?
Sehr vieles!
Viele Tourneen mit meinem Trio mit Robert Landfermann und Jonas Burgwinkel.
Mehrere Veröffentlichungen auf meinem Labels Hopalit Records:
– „Meet Me At The Loft“, ein Livealbum mit Highlights von meiner Konzertreihe „Pablo Held Meets“
– „Adventures“, ein Album mit meinem langjährigen Trio, dem Gitarristen Nelson Veras und dem EOS Kammerorchester
Dann geht’s auch mit meiner Konzertreihe weiter, bei der ich bereits einige sehr spannende Musiker:innen für Konzerte im nächsten Jahr verpflichten konnte.
Es wird weiterhin jeden Monat eine Episode meines Interviewpodcasts „Pablo Held Investigates“ geben.

Zum Abschluss noch die Frage nach deinem Lieblingssong 2021
Toumani Diabate: Bi Lambam 

 

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