Freitag, 6.12.2019
Über die Graphic Novel "Mensch, Michael"

Mensch, Michael, Macht, Gewalt

Meine Freundin Karla Schmidt hat zusammen mit der Zeichnerin Annette Jung eine Comic-Biographie über Michael Jackson gemacht. Die beiden haben relativ lange an “Mensch, Michael” gearbeitet; ich erinnere mich, dass ich schon vor knapp zwei Jahren Ausschnitte auf Facebook sah. Karla kenne ich schon eine Ewigkeit. Ihr Bruder Jakob ist Schriftsteller und Buchhändler, wir waren gemeinsam in einer Lesebühne aktiv, hatten Rollenspielrunden, haben gemeinsam einen Übersetzerpreis gewonnen. Karla hat mir erste Veröffentlichungen ermöglicht. Gemeinsam haben wir einen Lehrgang für kreatives Schreiben konzipiert, der sich heute noch gut verkauft. Ich erkläre dies alles so ausführlich, um meine Beschäftigung mit dem Comic begreiflich zu machen und einen Zwiespalt zu erläutern, der sich daran für mich anschloss, und der vielleicht auch für andere Leser*innen produktiv werden könnte.
Jackson gilt, wenigstens in popkulturell tonangebenden Kreisen in Deutschland, als verbrannt, auch wenn die die Produktionsmaschine für den Massenmarkt nach wie vor rollt. Spätestens seit der nach seinem Tod erschienenen Fernsehdoku, die auch im deutschen TV unter großer medialer Aufmerksamkeit ausgestrahlt wurde, zweifeln viele nicht mehr an den schon zu Lebzeiten erhobenen Vorwürfen, Jackson habe seinen Status als Star und seinen Reichtum systematisch ausgenutzt, um Kinder zu “groomen” und sexuell zu missbrauchen, vermutlich wie so oft auch beeinflusst durch eigene Missbrauchserfahrungen in der Kindheit.

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EARQUAKE – Wolfgang Voigt 1991-1999

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