Freitag, 19.10.2018
JW1R20

Jede Woche ein Rant. Heute… (Hetero-)Sex und Gesellschaft 

Es ist das Jahr 2018, wir (jt1r) sind und ihr seid alle nicht mehr 17, sondern eher jenseits der 20 (sry aber das sagen unsere *Insights*, zwinker) und trotzdem stresst uns das Thema SEX beziehungsweise die gesellschaftlich produzierten Vorstellungen davon gefühlt wie beim ersten Mal.

In der Werbung, in Filmen, allen Medien: Wir werden vollgeballert mit Sex. Obwohl, nee: Wir werden mit nackten Menschen, die Sex suggerieren sollen, vollgeballert. Auch was wir in den internetüblichen Pornos sehen ist meistens kein Sex. Solchen Sex hat keiner, wir bei unserem aber meist eines im Kopf: Die Bilder aus Pornos und Werbung und die gefühlten Erwartungen, die an uns gestellt werden.

Ein (durchaus aufgeklärter, feministischer und linker) Freund meinte letztens: „Ja, ich habe auch oft das Gefühl ich muss es bringen, ich muss abliefern und wenn es dann mal nicht klappt, ist das schon so‘n Männlichkeitsding, auch wenn ich das selber albern finde.“ Und „es bringen“ ist dann = Penetration weil nur das ist = „richtiger“ Sex. Da habe ich news für euch: It’s not.

Es ist (leider immer noch oft) so: Wenn Frauen mal nicht wollen sind sie prüde, wenn Männer nicht können, ein Schlappschwanz. Genau: Frauen wollen nicht und man muss sie irgendwie rumkriegen, man muss sie erobern und dazu bringen und Männer wollen ja prinzipiell IMMER, das ist so ihre Natur, ihr Trieb, sie können nicht anders und wenn sie mal nicht wollen muss mit ihnen irgendwas ~wrong~ sein.

Diese Argumentation eignet sich dann auch wunderbar zum Abmildern und Rechtfertigen von sexualisierter Gewalt („das ist halt deren krasser Trieb einfach, so sind Männer“) bzw. zum Slutshaming bei Frauen („mit wie vielen Typen schläft DIE denn, voll unnormal“). Wow, Sexismus auf der Höhe im 21. Jahrhundert.

Genauso wie Beziehungen ist Sex aber meistens dann ziemlich gut, wenn er keinem Skript folgt. Bei beidem überlegt man irgendwie krampfhaft, was als Nächstes kommt und was (jetzt) schon darf und was nicht. Kommunikation mit der anderen Person darüber ist natürlich Beste, Konsens halt, aber Konsens mit der Gesellschaft: No thx.

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