Montag, 22.04.2019
Veronika Kracher

“Scheiß auf das Schlumpfinchen-Prinzip” – Frauen im Singular

Denkt mal an die kulturindustriellen Produkte eurer Kindheit, meine war in den Neunzigern. Die Fernsehserien und Filme (“Schlümpfe”, “Ninja Turtles”, “Batman”, “Duck Tales”, alle Animes, die nicht explizit auf weibliches Publikum ausgerichtet waren. “Justice League”, “MASH.”, “Stargate”, “Star Wars”, Disney-Filme. The list goes on), oder die Videospiele (Anita Sarkeesian hat dem Phänomen ein komplettes Video gewidmet, spontan fallen mir die “Mario Bros”-Reihe, “Donkey Kong”, die frühen “Mortal Kombat”-Spiele, “Sonic” und das “Zelda”-Franchise ein), die euch sozialisiert haben.
Gab nicht viele Frauen, oder? In der Regel nur eine. Das eine Mädchen, das cool genug war, mit der Jungs-Clique abzuhängen. Die nicht so war die “die anderen Mädchen”.
Was gibt es cooleres, suggerierten uns diese Medien, als Teil der Jungs-Clique zu sein?
Andere Mädchen haben da keinen Platz. Sagte auch Avril Lavigne, die, als ich mit 12 zu alt für Cartoons war, diesen misogynen Mythos direkt weiter gesponnen hat.
Zum Glück war ich auf einer Mädchenschule!

Jedoch wirkt sich dieses Denken bis heute auf die Gesellschaft, und damit auch auf mich aus. Gucken wir uns den Feuilleton- und Kulturbetrieb an. Wir haben mit Margarete Stokowski eine bekannte Frau, die in einem öffentlichkeitswirksamen Magazin (großartige) feministische Kolumnen schreibt. Klar, es gibt feministische Kolumnen in der Zeit und der taz, aber meines Erachtens ist Stokowski die einzige Kolumnistin, die in der bürgerlichen Presse Wirkmächtigkeit hat (und dementsprechen viel Bullshit abbekommt). Für mehr Frauen ist anscheinend kein Platz. Wie viele Männer gibt es, die in der WELT, der ZEIT, dem SPIEGEL, der SZ und wo auch immer ihren Männermüll absondern können? Und auch alle immer zu den gleichen Themen: wir als Männer werden bedroht. Dieser Feminismus ist zuviel. Seid doch mal nett zu Nazis. Ein bisschen Rassismus schadet auch nicht. Kurz: alte Säcke, die ihre angeblich von allen Seiten bedrohte Hoheitsposition in ihren dutzenden Kolumnen in in dutzenden Zeitungen verteidigen müssen und darlegen, dass sie bei diesen ganzen mit Kastration drohenden Weibern nichts mehr sagen dürfen. Und sie sind alle wirklich mittelmäßig!
Ein bisschen scheint es auch, als würde man mit einer großartigen Frau die Durchschnittlichkeit all dieser Typen aufwiegen wollen: “Es gibt zwar nur eine, aber dafür ist die richtig gut und klug.”

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Der Kulturkampf um Frauenkörper im Pop: Songs über Schwangerschaftsabbrüche

Papa, Don’t Preach: Abtreibungen, (k)ein Poptabu?!

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Danielle de Picciotto „Et Arripuerit“ – Videoclip-Premiere

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"Viele halten mich für einen Workaholic. Tatsächlich sind meine Bilder, Bücher und Alben nur ein …

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Record of the Week

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"Die neuen Songs, produziert von Thies Mynther, verknüpfen kühne Experimente mit Pop- und R’n’…

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Annett Scheffel über„When I Get Home“ von Solange Knowles

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Annett Scheffel macht den Auftakt und hat sich tief reingehört in „When I Get Home“, das neue A…

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Jayda G – Interview

Jayda G: Mehr als nur ein Image

"Wir grinsen, denn wir sind beide ein bisschen dankbar, dass wir uns den restlichen Frau-sein-Menstr…

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Daso Franke – "Daso" Releaseparty

#dasoforever – „Es war, als würde man Larry David zum ersten Mal sehen”

Am 2. April vergangenen Jahres ist unser Freund Daso Franke viel zu früh verstorben. In den Monaten…

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