We Better Talk This Over: Staffel 1

„WE BETTER TALK THIS OVER” IST DIE KAPUT-KOLUMNE VON LENNART BRAUWERS, IN DER UNTERBEWERTETE, OFT ÜBERSEHENE (ODER GAR VERHASSTE) ALBEN GEFEIERTER BERÜHMTHEITEN BESPROCHEN UND NEU EINGEORDNET WERDEN. SCHLIESSLICH KANN SICH DER BLICK AUF MUSIK VERÄNDERN, JE ÄLTER SIE WIRD. ALSO: EXTREM VIEL GROSSARTIGES FINDET ZU UNRECHT KAUM BEACHTUNG – DARÜBER SOLLTEN WIR NOCHMAL REDEN.
Die erste Staffel meiner Kaput-Kolumne „We Better Talk This Over“ ist hiermit abgeschlossen – sieben unterbewertete Alben (aus sieben verschiedenen Jahrzehnten), sieben ausschweifende Artikel zur Rettung dieser Randnotizen und Hassobjekte. In jedem Text werden vermeintliche Negativpunkte zu etwas Wertvollem umgewandelt. Dadurch sollen unsere oft verdrehten oder verjährten Sichtweisen auf bestimmte Kunst aufgezeigt und neue Perspektiven gegeben werden: Bob Dylans Orientierungslosigkeit wird im Kontext von „Street-Legal“ zum Segen; Oasis und ihre bombastische Dummheit auf „Be Here Now“ werden plötzlich anfeuernd; „Mirage“ von Fleetwood Mac wird vom bescheidenen Zwischenschritt zum eleganten Nostalgietrip; die plakativen Slogans aus Arcade Fires „Everything Now“ werden zur parodistischen Dystopie; der konventionelle Mainstream-Pop auf „Crash“ von Charli XCX wird zum gewagten Statement des sogenannten Poptimismus; „Beatles for Sale“ transformiert sich vom energielosen Flickwerk zu selbstkritischen Emo-Platte; Daft Punks unterkomplexes „Human After All“ wird im neuen Licht zum Kommentar auf technologische Entwicklungen.
Weil solch angebliche Fehltritte mindestens genauso viel Freude bereiten wie glattgebügelte Epen, soll diese Kolumne als Geschichtskorrektur und Augenöffner dienen. Dies war also Staffel 1, auf dass noch einige Platten ausgebuddelt werden! Und wer weiß, vielleicht soll’s irgendwann auch mal um unterbewertete Filme gehen…
Danke an Thomas Venker und Marisa Eul Bernal!








